Las Vegas: Mann stiehlt Flamingo aus Hotelgehege
Ein Kanadier ist wegen Tierquälerei schuldig gesprochen worden, weil er in einem Hotel in Las Vegas einen Flamingo gestohlen und mit auf sein Zimmer genommen hatte. Dem Mann drohen den Angaben zufolge bis zu viereinhalb Jahre Haft. Das Strafmaß soll später verkündet werden. Bis dahin steht er unter Hausarrest.
Der 34-Jährige hatte den Flamingo namens Peachy Medienberichten zufolge Anfang März aus dessen Gehege geholt und in sein Hotelzimmer gebracht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den Vogel dabei gequält zu haben.
Laut Sachverständigen soll Peachy durch das Hochheben Verletzungen erlitten und Schmerzen gehabt haben. An dem Vogel habe sich Blut befunden und ihm hätten sieben bis acht Federn gefehlt. Inzwischen soll es dem Vogel körperlich gut gehen. Er sei bei Untersuchungen jedoch ängstlicher und nervöser, sagte eine Tierärztin.
»Schlechte Entscheidungen«
Den Vogel mitzunehmen, sei »dumm« gewesen und »durch Trunkenheit begünstigt« gewesen, sagte Verteidiger Joshua Tomsheck. Sein Mandant habe dem Vogel jedoch keinen Schaden zufügen wollen. Er habe ohne böse Absicht gehandelt und den Vogel nicht quälen oder verstümmeln wollen. Er bereue die »schlechten Entscheidungen«, die er unter Alkoholeinfluss getroffen habe, zutiefst.
Der 34-Jährige hatte laut dem der Sender Fox5 Vegas im Zeugenstand behauptet, vor dem Vorfall 30 bis 40 Bier getrunken zu haben. Während seiner Aussage brach der Mann in Tränen aus. Dem »Las Vegas Review Journal« zufolge lehnte er es ab, sich zu dem Vorfall zu äußern, als er den Gerichtssaal verließ.