Laura Dahlmeier: Große für verstorbene Biathletin ein Jahr nach ihrem Tod
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Große Ehre für Laura Dahlmeier! Die 2025 tödlich verunglückte Biathletin wird am 26. November in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.
Dahlmeier war am 28. Juli 2025 im Alter von 31 Jahren am Laila Peak in Pakistan bei einem Unfall auf einer Bergtour ums Leben gekommen. Die zweifache Olympiasiegerin gehört zu den besten Biathletinnen aller Zeiten, gewann auch sieben WM-Titel und beendete dann 2019 ihre Laufbahn. Danach widmete sie sich ihrer Leidenschaft, dem Bergsteigen.
Dahlmeier ist nicht das einzige neue Mitglied der Hall of Fame. Ebenfalls geehrt werden Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen (38), Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen (42) und Ski-Legende Felix Neureuther (42). Ihre Aufnahme in die Hall of Fame findet in Frankfurt am Main bei PwC Deutschland, einem nationalen Förderer der Stiftung Deutsche Sporthilfe, statt.
Die vier Athletinnen und Athleten wurden von den drei Trägern – Sporthilfe, Deutscher Olympischer Sportbund und Verband Deutscher Sportjournalisten – der Jury für die Hall of Fame vorgeschlagen. In diesem Gremium sind unter anderem alle lebenden Ruhmeshallen-Mitglieder, Vertreterinnen und Vertreter der Sporthilfe, des DOSB, des VDS, der Politik sowie Persönlichkeiten weiterer Institutionen des Sports.
Sport-Ruhmeshalle hat jetzt 142 Mitglieder
Die Ruhmeshalle wurde 2006 von der Sporthilfe ins Leben gerufen. Seither werden Jahr für Jahr deutsche Sportgrößen dort aufgenommen. Insgesamt sind jetzt 142 Sportpersönlichkeiten Mitglieder der Ruhmeshalle.
Das Besondere: Die neuen Mitglieder wurden jeweils von prominenten Größen aus dem Sport gewürdigt. Für Hambüchen übernimmt dies Moderator Johannes B. Kerner (61), Vater Christian (77) bei Felix Neureuther, sowie bei Steffen ist es Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann (43). Dahlmeier wird von ihrer guten Freundin und früheren Teamkollegin Maren Hammerschmidt (36) gewürdigt.
Hammerschmidt sagt über Dahlmeier: „Wenn ich an Laura denke, denke ich vor allem an einen Menschen, der immer seinen eigenen Weg gegangen ist und sich trotz allem immer treu geblieben ist. Ich durfte sie lange Zeit als Zimmerkollegin, Konkurrentin, aber vor allem als Freundin begleiten. Und das sind die Momente, die mir besonders in Erinnerung bleiben. Sie war ein unglaublich ehrgeiziger, fokussierter und zielstrebiger Mensch, aber auf der anderen Seite halt auch einfach: die Laura – bodenständig und nahbar, genau das hat sie für mich ausgemacht. Sie hatte immer den Mut, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, auch dann, wenn sie vielleicht nicht jeder verstanden hat. Genau das macht sie für mich zu einer echten Ausnahme-Persönlichkeit. Nicht nur ihre Erfolge, sondern die Art, wie sie den Sport und die Menschen in ihrem Umfeld geprägt hat. Deswegen gehört Laura für mich ganz selbstverständlich in die „Hall of Fame“ und ich freue mich wirklich sehr, dass sie diese besondere Anerkennung bekommt.“