DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Laura Loomer erlebt Luftangriff

Welt

Startseite Politik Rechtsaußen-Influencerin Laura Loomer dreht Ukraine-Kurs – prompt trifft Trump Selenskyj Von: Jakob Maurer Uns auf Google folgen Die rechtsextreme US-Influencerin legt eine 180-Grad-Kehrtwende hin: „Ich komme mir wie ein richtiges Arschloch vor“, schreibt Loomer. Die Ukraine heißt sie im Land willkommen – und hofft auf Trump-Einfluss. Update, 24. Juli: Erstaunliches spielt sich in der Ukraine ab: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit der Rechtsaußen-Influencerin Laura Loomer getroffen, die US-Präsident Donald Trump nahesteht. Die Gespräche des ukrainischen Staatschefs verdeutlichen die diese Woche begonnene Kehrtwende der umstrittenen US-Polit-Aktivistin, die trotz aller US-Militärhilfen im Krieg gegen Russland lange darauf beharrte: „Die Ukraine ist nicht unser Verbündeter.“ Sie verbreitete zahlreiche Verschwörungsmythen – darunter auch das Gerücht, Kiew habe sie „auf Todeslisten“ gesetzt. Am Freitagnachmittag veröffentlichte Loomer das Video-Interview mit Selenskyj vom Regierungssitz in Kiew. „Ich habe viel von den Zerstörungen gesehen“, beginnt sie und erzählt von der 30-stündigen Anreise, am Ende mit dem Zug. Selenskyjs Büro begrüßte Loomers Besuch. Es sei wichtig, dass sich die US-Aktivistin ein persönliches Bild von den Geschehnissen in der Ukraine mache, hieß in einer Erklärung. Loomer erreicht auf ihren Kanälen Millionen – allen voran Trump-Fans. Loomer gesteht Wolodymyr Selenskyj: „Habe einige ziemlich schreckliche Dinge über die Ukraine gesagt“ Im Interview sagt sie zu Selenskyj: „Ich gebe zu, dass ich in den sozialen Medien ganz offen einige ziemlich schreckliche Dinge über die Ukraine und auch über dich gesagt habe.“ Ihre Erklärung lautet: „Ich gehörte zu einer Gruppe von Menschen in den Vereinigten Staaten, die über die Lage in meinem Land sehr frustriert waren. Ich war sehr unzufrieden damit, dass die Vereinigten Staaten Milliarden von US-Steuergeldern in die Ukraine schickten, während unser eigenes Land litt.“ Selenskyj bedankte sich immer wieder und betonte: „Es ist so wichtig, dass Amerikaner hierherkommen.“ Warum sollten die Menschen in den USA sich um die Belange der Ukraine kümmern?, fragt Loomer. Selenskyj wird deutlich: Wenn Wladimir Putins Russland wieder „eine Sowjetunion hat“, hätten es die USA mit den Russen und China zu tun und somit „die größte Armee der Welt“ – größer als die USA – „und das wird wirklich gefährlich für euch“. Die Ukraine sei die „Mauer“ gewesen gegen all diese Träume von Putin. „Ihr habt für diese Mauer gezahlt“, erklärt Selenskyj – während Loomer aufmerksam zuhört. Weiterer US-Influencer mit Wende – und Trump will Selenskyj in den USA empfangen Da verwundert eine weitere Meldung vom Freitag kaum: Im Ukraine-Krieg gibt es sichtbare diplomatische Fortschritte. Nun verlautet aus dem Weißen Haus, dass Trump Selenskyj in Washington empfangen werde. Dreht sich hier Grundlegendes? Loomer ist mit ihrer Bekehrung nicht alleine: Mit dem Youtuber Tim Pool schrieb ein weiterer rechter US-Influencer auf X: „Die Ukraine kämpft um ihre bloße Existenz gegen einen bösartigen Diktator. Mir wird nun klar, wie wichtig der Sieg der Ukraine über Russland ist. Ich hoffe, dass Trump und die Bevölkerung der Vereinigten Staaten ihre Unterstützung leisten werden.“ 2024 nannte Pool die Ukraine „einen der größten Feinde unserer Nation“, nachdem Vorwürfe laut geworden waren, dass ein Ukrainer an der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines beteiligt gewesen sei. Auch er erreicht Millionen. In der Ukraine hofft man auf eine große Wende im Blick der USA auf ihr Land. Erstmeldung, 22. Juli: Die Trump-nahe und rechtsextreme US-Politik-Influencerin Laura Loomer hat zugegeben, dass sie sich in Bezug auf die Ukraine geirrt habe. „Ich habe gerade meinen ersten Luftangriff in der Ukraine erlebt“, schrieb sie am Dienstagabend auf X aus Kiew, „die Sirenen heulen“. Dann folgt das Eingeständnis: „Ich komme mir wie ein richtiges Arschloch vor, weil ich die Leiden der Ukrainer in den letzten fünf Jahren heruntergespielt habe.“ Es ist eine 180-Grad-Wende, die die „Make America Great“-Szene mit US-Präsident Donald Trump im Zentrum verändern dürfte. Loomer hat gezeigt, dass sie Trumps Ohr hat, etwa als sie die Entlassung von sechs „unloyalen“ Mitgliedern im US-Sicherheitsrat erreichte. Jetzt bejubelt sie auch den Iran-Krieg. Laura Loomer: selbsternannte „Investigativ-Journalistin“ mit Millionen Fans Lange war die Verschwörungsmythologin eine der schärfsten Stimmen gegen Ukraine-Hilfen, ganz im Sinne von Trumps „America First“-Devise. Als selbsternannte „Investigativ-Journalistin“ mit Millionen Fans fuhr die 33-Jährige über Jahre eine Kampagne gegen Kiew. Trumps demokratischem Vorgänger Joe Biden warf sie auf der Basis angeblicher Enthüllungen 2023 vor: „Unsere Regierung finanziert Nazi-Todesschwadronen in der Ukraine.“ Deswegen brauche das Land Trump zurück an der Macht. Den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beleidigte sie als „Nazi-Kollaborateur“, der um Geld bettele. Loomer warf der Ukraine „Kriegshandlung“ gegen die USA vor Einen Monat später behauptete sie: „Die Ukraine hat eine Kriegshandlung gegen die USA begangen“ – und fantasierte eine ukrainische Mitwirkung via CIA am Kapitolsturm von 2021 herbei. Im April 2024 forderte sie die Absetzung aller US-Abgeordneten, die eine Ukraine-Flagge geschwenkt hatten: „Genug von diesen Verrätern.“ Der Kongress hatte Milliardenhilfen für Kiew beschlossen. Jetzt schreibt sie: „Ich lebte in einer Medien-Echokammer und wurde von russischen Medien in den sozialen Medien dazu manipuliert, diese Dinge zu glauben.“ In Kiew inszenierte sie sich mit einer McDonald’s-Mahlzeit vor zerbombten Häusern. Kiew feiert die Kehrtwende: Außenminister Andrij Sybiha höchstpersönlich schrieb: „Wir freuen uns über Ihren Besuch.“ Donald Trump könnte fortan anderes zu Ohren kommen.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren