Laura Philipp Zweite bei Ironman-WM auf Hawaii
Lange sah es nicht gut aus, doch Laura Philipp hat sich einmal mehr auf ihre Stärke beim Marathon verlassen können und die Ironman-WM in der Nacht auf Sonntag als Zweite beendet. Die Heidelbergerin musste nach einem schwachen Schwimmen über 3,8 Kilometer große Teile der 180 Kilometer langen Radstrecke allein fahren und ging als Achte auf den abschließenden Marathon.
Doch während vor ihr zahlreiche Athletinnen den Strapazen Tribut zollen mussten, blieb die 39-Jährige ruhig und rollte das Feld von hinten auf. Am Ende konnte sie nur die neue Weltmeisterin Taylor Knibb (8:36:29 Stunden) nicht mehr einholen. Dritte wurde die Schweizerin Julie Derron, Jenny Jendryschik landete auf Rang 16. "Das Schwimmen war kein guter Start, aber es wurde immer besser", sagte Philipp nach dem Rennen im ZDF. "Ich bin extrem glücklich, das fühlt sich fast wie ein Sieg an."
Erneut Drama beim Marathon
Wie schon im vergangenen Jahr, als Knibb und Lucy Charles-Barclay jeweils in Führung liegend aufgeben mussten, entwickelte sich auch dieser Marathon der Ironman-WM zu einem absoluten Drama. Erneut hatten die beiden das Rennen beim Schwimmen und Radfahren geprägt und gingen in Führung liegend auf die Laufdistanz.
In der Hitze der Lavawüste musste die Britin Charles-Barclay wieder aufgeben und auch Knibb wurde immer langsamer. Plötzlich schien Vorjahressiegerin Solveig Lovseth wie die sichere Gewinnerin. Die Norwegerin hatte ein konstantes Rennen gezeigt und Knibb rund zehn Kilometer vor dem Ziel überholt.
Lovseth bricht ein und wird zur heimlichen Siegerin