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Laut Analyse könnte Putins Angst Ukraine-Krieg weiter eskalieren

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„Sie werden mich hängen“: Laut Analyse könnte Putins Angst Ukraine-Krieg weiter eskalieren

Von: Lukas Richter

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Eine Analyse sieht Putins Machterhalt als möglichen Grund für eine neue Eskalation im Ukraine-Krieg.

Moskau – Russlands Krieg gegen die Ukraine steckt militärisch seit Jahren fest, zugleich treffen ukrainische Drohnen Ziele tief im russischen Hinterland. Für Wladimir Putin könnte diese Lage zum Antrieb für eine neue Eskalation werden. Nach Einschätzung aus seinem Umfeld geht es dabei nicht nur um militärische Ziele, sondern auch um den Erhalt seiner eigenen Macht.

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Putins Denken sei stark von der Sorge geprägt, Schwäche zu zeigen und damit seine Stellung zu gefährden, heißt es in einer Analyse des britischen Magazins The Economist. Das Blatt verweist auf einen Insider, dem zufolge der Kremlchef ein Ende des Krieges ohne wenigstens die vollständige Einnahme des Donbass als persönliche Gefahr betrachten könnte. „Sie werden mich hängen“, soll Putin während des Krieges einmal zu Vertrauten gesagt haben.

Am 22. August reagierte Putin erstmals ausführlich auf ukrainische Drohnenangriffe gegen russische Ölraffinerien und Logistikzentren. Er warf Kiew vor, eine „Büchse der Pandora“ geöffnet zu haben, und drohte mit Gegenschlägen gegen empfindliche Teile der ukrainischen Wirtschaft. Vor Vertretern der Regierungspartei Geeintes Russland sagte er am selben Tag: „Wir werden nur vorwärtsgehen.“

Kreml fürchtet schwindende Zustimmung

Ein Problem für Putin ist dem Bericht zufolge die Stimmung im eigenen Land. Nach Angaben des unabhängigen Lewada-Zentrums bezeichnen 57 Prozent der Russen die Lage als „angespannt“. Genannt würden der Krieg, Todesopfer und Mobilisierung. Auch Drohnenangriffe, Interneteinschränkungen und fehlende Zukunftsperspektiven belasteten die Stimmung.

In Teilen der russischen Elite wächst demnach ebenfalls der Unmut. Ein Insider sagte, weniger die Wirtschaft oder fehlende militärische Erfolge seien das Hauptproblem als die verlorene Zeit: Fast fünf Jahre Krieg würden unabhängig vom Ausgang als Scheitern empfunden. Ein anderer beschrieb die Lage demnach mit dem Bild, der „Zar sei nackt“.

The Economist betont zugleich, niemand könne wissen, was in Putins Kopf vorgehe. Die Analyse sieht sein wichtigstes Ziel jedoch seit Langem darin, die eigene Herrschaft und letztlich das eigene Leben zu schützen. Russlands System könne Gewalt lange verkraften, reagiere aber hart auf sichtbares Scheitern.

So könnte Russland den Krieg verschärfen

Eine Eskalation müsste nicht in einem direkten Krieg mit der NATO münden. Westliche Geheimdienste rechnen laut The Economist eher mit mehr Sabotage und hybriden Angriffen gegen Unterstützer der Ukraine. Auch europäische Fabriken für Kriegsmaterial könnten ins Visier geraten. Gleiches gelte für Lieferwege nach Kiew.

In der Ukraine selbst könnte Russland bestehende Angriffe erneut ausweiten. Das russische Verteidigungsministerium kündigte am 30. August nach Angaben des Magazins einen massiven Schlag gegen die Energieinfrastruktur an. Russische Quellen gingen zudem davon aus, dass Putin weitere 300.000 bis 400.000 Männer einsetzen wolle.

Eine neue Mobilisierungswelle müsse dafür nicht offiziell ausgerufen werden. „Zusätzliche Männer werden wahrscheinlich durch Zwang der Regionalregierungen rekrutiert, um etwaige politische Unzufriedenheit lokal zu halten“, so die Analyse weiter. Dies werde bereits in der Region Pensa getestet.

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