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Laut Öko-Test: So gesund sind Maiswaffeln wirklich

Gesundheit

Maiswaffeln sind nicht nur leicht und knusprig, sondern für viele auch eine vermeintlich gesunde Alternative zu Chips und Keksen. Dabei sollte man sich allerdings nicht von einer kurzen Zutatenliste täuschen lassen. Öko-Test hat verschiedene Maiswaffeln getestet, um die Nährstoffe und mögliche Schadstoffbelastungen genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Öko-Test hat verschiedene Maiswaffeln geprüft

Sind Maiswaffeln, die als beliebter Snack zwischendurch gelten, eine wertvolle Ergänzung auf dem Speiseplan oder sollte man besser die Finger von ihnen lassen? Mit dieser Frage hat sich Öko-Test auseinandergesetzt und 19 verschiedene Maiswaffeln und andere Maissnacks, wie z. B. Stangen und Flips, untersucht.

Wie so oft gab es einige schwarze Schafe, aber wiederum auch Produkte, die positiv hervorstachen. Zehn Produkte waren mit Schimmelpilzgiften belastet, bei drei Produkten wurden Mineralölbestandteile gefunden. Dafür erhielten vier Snacks die Bestnote, sieben schnitten hingegen mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ab.

So wurde der Test durchgeführt

Für die Bewertung aller untersuchten Snacks fanden die Maßstäbe für Getreidebeikost Anwendung, da Maiswaffeln auch oftmals von kleinen Kindern gegessen werden. Für Erwachsene gelten mitunter weniger harte Vorgaben und Grenzwerte, dennoch zeigt der Test: Viele Maisprodukte enthalten unerwünschte Stoffe.

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Maiswaffeln bestehen heute eigentlich fast vollständig aus Mais. Manche Produkte enthalten zusätzlich etwas Öl oder Salz. Zu unerwünschten Verunreinigungen findet man in der Zutatenliste aber natürlich keinen Hinweis. Übrigens: Viele bevorzugen Maiswaffeln im Vergleich zu Reiswaffeln, da Reis von Natur aus Arsen enthalten kann.

Maiswaffeln: Die Nähstoffe im Überblick

Das geringe Gewicht von Maiswaffeln täuscht darüber hinweg, dass sie verhältnismäßig viele Kalorien enthalten. Drei Maiswaffeln liefern z. B. bereits über 70 Kohlenhydrate. Die weiteren Nährstoffe findest du in der Tabelle:

Auch wenn Maiswaffeln nicht besonders viel Zucker enthalten, ist der Anteil an Kohlenhydraten sehr hoch. Die Stärke wird bei der Verdauung in Glukose umgewandelt und erhöht den Blutzucker ebenfalls.

Maiswaffeln sind kein Brotersatz

Gleichzeitig enthalten Maiswaffeln nur wenige Ballaststoffe und halten deshalb nicht so lange satt wie beispielsweise Brot. Außerdem kommt es darauf an, wie man Maiswaffeln kombiniert.

Mit einem Schokoaufstrich oder Joghurt werden sie schnell zur Kalorienfalle. Hummus, Gemüse oder Quark ergänzen den Snack wiederum um einige wertvolle Nährstoffe. Wer Maismaffeln pur snackt, sollte sich bei der Menge etwas zurückhalten. Eine Scheibe wiegt ca. sechs Gramm.

Maiswaffeln bei Öko-Test: Das sind die Kritikpunkte

Ob der Mais aus konventioneller oder Bio-Landwirtschaft stammt, macht laut Öko-Test übrigens keinen Unterschied, da Schimmelpilzgifte je nach Witterung auf dem Feld und auch bei der Lagerung in allen Getreidesorten entstehen können. Im Test wurden folgende Schimmelpilzgifte gefunden:

Deoxynivalenol (DON) greift den Verdauungstrakt und das Nervensystem an, beeinträchtigt sowohl die Blutbildung als auch das Immunsystem

Zearalenon (ZEA) gilt als möglicherweise krebserregend und hormonwirksam

Ochratoxin A (OTA) gilt als potenziell erbgutverändernd und krebserregend

Auch Mineralöle, die bei einigen Maiswaffeln gefunden wurden, stellen laut Öko-Test ein Problem dar. Es handelt sich um gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH), die sich im menschlichen Fettgewebe, in Lymphknoten sowie Organen wie Milz, Leber und Lunge anlagern können.

Laut Öko-Test: Es gibt bessere Snacks für Kinder

Ein weiterer Kritikpunkt: Die Aufmachung von sechs Produkten spricht trotz ihres hohen Salzgehaltes Kinder als Zielgruppe an. Öko-Test rät daher, immer wieder zwischen verschiedenen Snacks und Marken abzuwechseln, um zu hohe Dosen einzelner problematischer Stoffe zu vermeiden.

Darüber hinaus freuen sich Kinder zwar meistens über einen kleinen Snack wie Maiswaffeln, besonders gesund und nahrhaft sind diese aber nicht. Obst und Gemüse eignen sich sehr viel besser als kleiner Snack zwischendurch und sind darüber hinaus deutlich gesünder.

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