DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,04 % 64.285,40 USD 08:14:37 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Laut Studie: Viagra zeigt überraschendes Potenzial gegen Krebs

Gesundheit

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Für Männer mit Erektionsstörungen ist Viagra seit Jahren ein bekanntes Medikament. Jetzt rückt der Wirkstoff Sildenafil auch wegen einer möglichen Wirkung gegen Krebs in den Fokus. Forscher des Weizmann Institute of Science in Israel berichten, dass Sildenafil die Bildung von Metastasen über einen neu entdeckten biologischen Mechanismus bremsen könnte. Im Mittelpunkt steht der Botenstoff cGMP, dessen Konzentration durch Sildenafil steigt. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass cGMP an den Cholesterin-Transporter NPC1 bindet. Dadurch bleibt Cholesterin in den Lysosomen – den „Recyclingzentren“ der Zelle – eingeschlossen und steht Krebszellen schlechter zur Verfügung. Krebszellen besonders empfindlich Krebszellen sind auf Cholesterin angewiesen, um zu wachsen, sich zu bewegen und neues Gewebe zu besiedeln. Fehlt dieser wichtige Baustein, fällt es ihnen schwerer, sich vom Ursprungstumor zu lösen und Metastasen zu bilden. Die Forscher untersuchten in der Studie außerdem die Kombination mit Statinen, einer häufig eingesetzten Medikamentengruppe zur Senkung des Cholesterinspiegels. Während Sildenafil gespeichertes Cholesterin in den Zellen blockiert, bremsen Statine die Neubildung. Gemeinsam entziehen sie den Krebszellen noch mehr Cholesterin. Vielversprechend, aber noch keine Therapie Für die Studie nutzte das Team Krebsmodelle bei Mäusen, Tumorzellkulturen menschlicher Patienten und Gesundheitsdaten der israelischen Krankenkasse Clalit. Die Daten von rund fünf Millionen Versicherten über 20 Jahre zeigten, dass Krebspatienten, die Sildenafil einnahmen, eine signifikant bessere Überlebensrate hatten. Bei zusätzlicher Einnahme von Statinen war dieser Zusammenhang noch stärker. Studienleiterin Prof. Ayelet Erez sagt in einer Pressemitteilung : „Wir haben einen neuen biologischen Signalweg entdeckt, der ein bekanntes Signalmolekül mit der Cholesterinregulation in den Zellen verbindet.“ Allerdings: Die Krankenkassendaten stammen aus einer Beobachtungsstudie. Sie zeigen einen Zusammenhang, liefern aber keinen Beweis dafür, dass Sildenafil allein die Überlebensrate verbessert. Bevor daraus eine neue Krebstherapie entstehen kann, sind weitere Studien nötig.

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