Legende rechnen mit deutschem TV ab
Startseite Stars & TV Gruber und Schlager-Legende rechnen mit deutschem TV-Angebot ab – ein oft gehörter Satz stört sie besonders Von: Armin T. Linder Uns auf Google folgen Kabarettistin Monika Gruber fühlt sich vom deutschen TV-Programm nicht mehr abgeholt und rechnet ab. Auch eine Schlager-Legende zeigt sich ernüchtert. Salzburg – Zwei Legenden ihrer jeweiligen Zunft im Gespräch: Kabarettistin, Schauspielerin und Moderatorin Monika Gruber (55) empfing für ihren ServusTV-Podcast „Die Gruaberin“ den Musiker Peter Kraus (87). Der Rock‘n‘Roll- und Schlager-Sänger hat seine mittlerweile achte Abschiedstournee angekündigt und erzählte viel über die alten Zeiten. Doch die beiden kamen auch auf ein Thema zu sprechen, das beiden nicht schmeckt: das Angebot im deutschen Fernsehen. Auch wenn die beiden Gesprächspartner mehr als 30 Jahre trennen, gehören beide zur Ü50-Fraktion. Und damit nicht mehr zur „werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen“, von der im TV-Markt traditionell die Rede ist. Die Fokussierung auf diese Altersklasse ist natürlich passé, auch alle über 50 werden längst als relevant wahrgenommen. So sagte Lars-Eric Mann, Chief Marketing Officer der Ad Alliance, 2025 gegenüber DWDL: „Werberelevant ist, wer für Marken relevant ist – und das sind alle Generationen.“ Doch so richtig abgeholt fühlen sich Gruber und Kraus vom Programm-Angebot weiterhin nicht. Schlager-Legende Peter Kraus und Monika Gruber sprechen übers deutsche Fernsehen Die beiden kommen über den Song „Für immer vereint“ auf das Thema. Das Lied hat Peter Kraus gemeinsam mit seinem Sohn Mike aufgenommen. Doch mit einer Einladung in die großen deutschen TV-Shows rechnet Kraus nicht. „Es sind keine Möglichkeiten, die Sendungen gibt es auch nicht mehr.“ Es gebe tolle Formate, meinen Gruber und Kraus, aber beide beziehen das eher auf Talkshows. Gruber schlägt vor, Vater und Sohn Kraus könnten ja bei Florian Silbereisen gastieren. „Kommst auch nicht rein“, meint Peter Kraus. „Mit einem ruhigen Song.“ Sie glaube schon, meint Gruber. Der Schlager-Star erinnert sich, dass er einst zum Tod von Udo Jürgens bei Silbereisen singen durfte. Doch das sei das letzte Mal gewesen. „Das verstehe ich ja. Jeder muss seine Sendung machen. Und leider muss jede Sendung heute ein Riesenerfolg werden. Es gibt nicht mehr die Sendungen oder Filme, die einfach gemacht werden, weil sie gemacht werden müssen. Der Hintergrund ist Erfolg.“ Bittere Worte, auch wenn er keinen ausdrücklichen Vorwurf gegen Silbereisen erhebt. Von Gruber bekommt er Zustimmung – sie stört sich an einem Satz besonders, den sie immer wieder aufschnappt. „Was ich nicht mehr hören kann“, so die 55-Jährige, „ist: Wir wollen ein jüngeres Publikum anziehen. Das ist der größte Quatsch, den‘s gibt. Weil die jungen Leute streamen alles, die sitzen nicht am Samstagabend um Punkt 20.15 Uhr, wie wir das noch kennen oder ich das noch kenne, vorm Fernseher und warten auf eine große Show. Die schauen sich alles dann an, wenn sie es anschauen wollen.“ „Ich frage mich, für wen das ist“: Monika Gruber ärgert sich über TV-Programm