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Lehrer berichten: Drohungen, Schulschwänzen - Neues Kopftuchverbot an Österreichs Schulen sorgt für Spannungen

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Österreich zieht nach der ersten Unterrichtswoche im Osten des Landes eine gemischte Bilanz über ein neu in Kraft getretenes Kinder-Kopftuchverbot. Größere Konflikte mit betroffenen Schülerinnen oder Eltern seien ausgeblieben, berichteten örtliche Medien am Samstag. Vor allem aus Wiener Pflichtschulen war aber auch von einzelnen „Härtefällen“ zu hören.

Der Großteil der Erziehungsberechtigten habe sich einsichtig gezeigt, hieß es unter Berufung auf den Wiener Lehrervertreter Thomas Krebs. Gleichwohl brauchte es öfter eine konkrete Aufforderung: In etwa der Hälfte der Fälle, bei denen Schülerinnen bis 14 Jahre trotz Verbots weiterhin mit Kopftuch zum Unterricht erschienen, habe man im Gespräch eine Lösung finden können.

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Krebs sprach laut der Zeitschrift „Profil“ allerdings von einzelnen Konfliktfällen: „Schulleitungen berichten von Mädchen, die sich weigern, das Kopftuch abzunehmen, obwohl die Eltern kooperieren; von Drohungen auch durch schulfremde Personen und von Schülerinnen, die wegen des Verbots schwänzen.“

Auch innerhalb der Regierung in Österreich Maßnahme umstritten

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2026/27 ist es Schülerinnen in Österreich bis zum 14. Geburtstag untersagt, in der Schule ein Kopftuch zu tragen, welches „das Haupt nach islamischen Traditionen verhüllt“. Doch auch innerhalb der österreichischen Regierung ist die Maßnahme nicht unumstritten. Während die einen sie mit dem Schutz der Minderjährigen begründen, sprechen andere von einem „Symbol der Unterdrückung“.

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Bei Konflikten sind Aufklärungsgespräche vorgesehen. Im Extremfall müssen Erziehungsberechtigte mit einer Strafe von bis zu 800 Euro rechnen. Allerdings fanden einige Kinder die Möglichkeit, dem Verbot auszuweichen. Einige Schülerinnen reagierten laut Zeitungsberichten auf die neue Regelung, indem sie Kapuzen, Mützen oder verhüllende Sportbekleidung trugen.

Bislang existiert in keinem Bundesland in Deutschland eine vergleichbare Regelung. Dennoch gab es auf Landesebene wiederholt politische Vorstöße: Allen voran prüfte Nordrhein-Westfalen unter Verweis auf das Kindeswohl ein Verbot an Grundschulen und Kitas, und auch in Schleswig-Holstein sowie im Deutschen Bundestag wurden entsprechende Anträge debattiert. Gesetzlich durchsetzen konnte sich bisher keine dieser Initiativen: Ein pauschales Verbot scheitert in Deutschland regelmäßig an den verfassungsrechtlichen Hürden der Religionsfreiheit und dem elterlichen Erziehungsrecht.

KNA/coh

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