DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Lehrerin (62) klagt gegen Pensionierung

Nation

Startseite Welt 17 Jahre volles Gehalt – ohne zu arbeiten: Dauerkranke Lehrerin (62) klagt gegen Ruhestand Von: Kilian Bäuml Uns auf Google folgen Eine Lehrerin aus Duisburg ist seit 2009 krankgeschrieben. Jetzt sollte sie mit 62 in den Ruhestand versetzt werden, das lehnt die Frau jedoch ab. Duisburg – Eine Schule hat sie schon lange nicht mehr von innen gesehen – seit 2009 ist eine Lehrerin aus Duisburg dauerhaft krankgeschrieben. Trotzdem bekommt sie bisher ihr volles Gehalt, ohne dafür Unterricht zu halten. Nach rund 17 Jahren, in denen sie krankgemeldet war, sollte sie jetzt in den Ruhestand versetzt werden. Doch die 62-Jährige weigert sich und geht jetzt rechtlich gegen das Vorhaben vor. Ende Mai entschied die Bezirksregierung Düsseldorf, die Lehrerin zwangsweise in den Ruhestand zu versetzen, berichtet der WDR. Dies würde bedeuten, dass sie künftig nur eine reduzierte Pension bekäme, anstelle der vollen Bezüge, die sie trotz ihrer Krankschreibung bisher erhalten hat. Die Beamtin legte gegen diese Entscheidung Klage ein. „Wir können bestätigen, dass die von Ihnen benannte Lehrerin Klage gegen ihre Versetzung in den Ruhestand erhoben hat. Die Klage ist am 29. Juni 2026 hier eingegangen“, bestätigte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Düsseldorf gegenüber der Bild-Zeitung. Bis zur Urteilsverkündung erhält sie weiterhin ihr volles Gehalt, wie der Spiegel berichtet. Lehrerin seit 2009 krankgeschrieben – ohne jemals zum Amtsarzt zu müssen Die Lehrerin war zuletzt an einem Berufskolleg in Wesel tätig. Seit 2009 reichte sie regelmäßig Atteste wegen eines psychischen Leidens ein, ohne dass die zuständige Behörde eine amtsärztliche Untersuchung veranlasste. Das Land NRW ignorierte die Situation jahrelang. Inzwischen laufen Disziplinarverfahren gegen die Lehrerin und einen Mitarbeiter der Bezirksregierung Düsseldorf, der die Kontrollen versäumt haben soll. Der Fall hat eine weitere brisante Wendung genommen: Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug. Der Vorwurf lautet, die Lehrerin habe ihre Dienstunfähigkeit vorgetäuscht, während sie als Heilpraktikerin tätig war. Im März durchsuchten Ermittler die Wohnung der dauerkranken Lehrerin und beschlagnahmten Unterlagen sowie digitale Datenträger. Dabei fanden sie laut dem Spiegel „potenziell beweiserhebliches Material“. Die Ermittlungen beziehen sich auf einen Zeitraum von vier Jahren, da ältere mögliche Vergehen verjährt sein könnten. NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) äußerte bereits im vergangenen Jahr beim Spiegel scharfe Kritik an dem Fall: „Das ist nicht zu entschuldigen und in seiner Dimension auch nicht nachvollziehbar“, sagte sie dem Spiegel. Wann das Verwaltungsgericht Düsseldorf eine Entscheidung treffen wird, bleibt unklar. (Quellen: WDR, Spiegel, Bild, dpa) (kiba)

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren