Leiche von Obdachlosem in Papierpresse von Müllwagen entdeckt
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Deutschland
Obdachloser (†37) tot in Müllpresse entdeckt – Polizei hat grausamen Verdacht
Von: Martin Weidner
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Er suchte nur einen geschützten Platz zum Schlafen und bezahlte mit einem grausamen Tod: Die Rede ist von einem Obdachlosen (†37), der in Hamburg von einer Papierpresse in einem Müllwagen zerquetscht wurde.
Hamburg – Ein 37 Jahre alter wohnungsloser Mann ist in Hamburg offenbar bei der Entsorgung von Altpapier ums Leben gekommen. Mitarbeiter eines Recyclingunternehmens im Stadtteil Billbrook haben seine Leiche in einem gepressten Papierballen entdeckt. Die Polizei geht von einem Unglück aus. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte der Mann in einem Altpapiercontainer geschlafen haben und bei dessen Leerung unbemerkt in einen Müllwagen geraten sein.
Der Fund erfolgte bereits am 9. Oktober gegen 17.30 Uhr auf einem Betriebsgelände an der Borsigstraße. Ein Mitarbeiter bemerkte nach Medienberichten, unter anderem von der Bild-Zeitung und rtl.de, menschliche Überreste in einem Papierballen. Die Polizei identifizierte den Toten als 37-Jährigen ohne festen Wohnsitz. Die Ermittler vermuteten, dass der Mann in dem Container Schutz gesucht hatte. Bei der Leerung wurde er demnach zusammen mit dem Altpapier in das Entsorgungsfahrzeug geladen und zum Recyclingbetrieb gebracht.
Papier wurde gleich zweimal gepresst
Eine Presse verdichtete das Papier bereits im Müllwagen. Auf dem Betriebsgelände wurde es nach Angaben des Norddeutschen Rundfunks (NDR) erneut zusammengepresst. Ob der 37-Jährige schon während der Fahrt starb, stand zunächst nicht abschließend fest. „Es besteht der Verdacht, dass er bereits im Rahmen der Papierpressung im Fahrzeug verstorben sein könnte“, erklärte ein Polizeisprecher. Eine Obduktion wurde veranlasst. Dabei sind laut NDR Verletzungen festgestellt worden, die zu dem vermuteten Ablauf passten.