Leichtathletik-EM: Chaos beim Stabhochsprung - kostet das Leo Neugebauer die Medaille?
Frust und Ärger für Leo Neugebauer auf dem Weg zu Gold: Eine grobe Panne hat den Zehnkampf-Stabhochsprung bei der Leichtathletik-EM in Birmingham beeinflusst und könnte den deutschen Weltmeister Leo Neugebauer womöglich wertvolle Kraft im Titelkampf kosten. Gleich fünf Sprünge musste Neugebauer bei sengender Hitze absolvieren, um 4,80 m zu überqueren. Auf einer der beiden Anlagen war die Latte bei den ersten Versuchen über 4,80 m nicht in der richtigen Höhe aufgelegt worden, sondern erneut bei 4,70 m. Erst nach einer Weile fiel der Irrtum auf. Leichtathletik-EM 2026 live im Free-TV und im kostenlosen Joyn-Stream Leichtathletik-EM - Scharfe Kritik an Wucher-Preisen in Birmingham und leerem Stadion: "Eine Schande" Sieben Springer, welche die "falschen" 4,80 m schon überquert hatten, mussten noch einmal antreten, darunter der führende Weltmeister Neugebauer und der junge Deutsche Amadeus Gräber. Leo Neugebauer liefert trotzdem eine "unglaubliche Leistung" Dabei war aber dann der Abstand der Ständer nicht richtig eingestellt. "Die Organisation ist eine absolute Katastrophe, so etwas habe ich noch nicht erlebt", sagte der frühere Zehnkampf-Weltrekordler Jürgen Hingsen. Der sichtlich angefressene Neugebauer riss dreimal die "richtigen" 4,80 m. Die Jury, die völlig den Überblick zu verlieren schien, ließ ihn ein viertes Mal antreten. Leichtathletik-EM 2026: Olympiasiegerin Mabry schießt gegen ARD-Duo Lufen und Busemann Preisgelder bei Leichtathletik-EM 2026: So viel verdienen die deutschen Stars in Birmingham Diesmal kam Neugebauer über 4,80 m. "Eine unglaubliche Leistung nach so einem Chaos", sagte Hingsen. Allerdings verletzte sich Neugebauer bei einem der fünf Sprünge auch noch leicht an der Wade.