Leichtathletik-EM: Die Höhepunkte heute in Birmingham
Alle Wettkämpfe ab 11.30 Uhr im Stream und im Live-Ticker bei sportschau.de. Siebenkampf - erster Tag (ab 11.35 Uhr) Sandrina Sprengel war im vergangenen Jahr Überraschungs-Fünfte bei der WM in Tokio, aus Europa lagen nur Kate O'Connor aus Irland und die Britin Katarina Johnson-Thompson vor ihr. Ist ein Platz auf dem Treppchen drin? "Groß träumen darf man immer", sagt die 22-Jährige, die aber den Fokus vor allem auf die Olympischen Spielen in Los Angeles in zwei Jahren richtet. Zudem treten Vanessa Grimm und Sophie Weißenberg für den DLV an. Am ersten Tag stehen für das Trio 100 m Hürden (11.35 Uhr) und Hochsprung (12.25 Uhr) sowie Kugelstoßen (20.35 Uhr) und 200 m (21.55 Uhr) auf dem Programm. Als europäische Jahresbeste geht Annik Kälin aus der Schweiz an den Start. Speerwurf Frauen - Qualifikation (ab 11.40 Uhr) In Luisa Tremel und Julia Ulbricht wollen zwei deutsche Speerwerferinnen ins EM-Finale einziehen. Die besseren Chancen hat die 25 Jahre alte Ulbricht, die in dieser Saison ihre Bestleistung auf 61,58 m gesteigert hat und damit Achte im Europa-Ranking ist. Tremel stellte in diesem Jahr mit 58,78 m ebenfalls einen Hausrekord auf. Führende in Europa ist die Norwegerin Sigrid Borge (65,00 m), Yulenmis Aguliar aus Spanien will im Finale am Sonntag (16.08.2026, 20.55 Uhr, live im Ersten und bei sportschau.de) ihren EM-Titel aus Rom erfolgreich verteidigen. Stabhochsprung Männer - Qualifikation (ab 11.50 Uhr) Vorhang auf für Armand "Mondo" Duplantis. Der Weltrekordler (6,31 m), Olympiasieger und mehrfache Welt- und Europameister dominiert die Szene, auch wenn er in diesem Jahr sogar schon einmal verloren hat. Dennoch bleibt die wohl spannendste Frage: Gelingt ihm im Finale am Sonntag (16.08.2026, 20.30 Uhr, live im Ersten und bei sportschau.de) erstmals bei einer EM ein weiterer Weltrekord? Bo Kanda Lita Baehre kennt sich aus mit Wettkämpfen auf der großen Bühne. Der 27-Jährige gewann EM-Silber in München 2022, bei der WM 2019 in Doha sprang er als Youngster auf Rang vier. Nach einer Durststrecke hat er sich in diesem Jahr erfolgreich zurückgemeldet. Zweiter deutscher Teilnehmer ist Gillian Ladwig. 4x400 m Staffel Männer - Vorläufe (ab 12.05 Uhr) Vor zwei Jahren gewann das DLV-Quartett bei der EM in Rom Bronze. Dieses Ergebnis ist auch in Birmingham das Maß der Dinge, aber für eine Platzierung in den Top 6 muss alles zusammenpassen. Zunächst gilt es ohnehin, den Vorlauf zu überstehen und den Endlauf am Sonntag (16.08.2026, 22.48 Uhr, live im Ersten und bei sportschau.de) zu erreichen. 4x400 m Staffel Frauen - Vorläufe (ab 12.35 Uhr) Bei den Frauen sind über die Stadionrunde die Staffeln aus den Niederlanden, Großbritannien und Norwegen favorisiert. Letztgenannte gewannen am ersten EM-Tag bereits Gold in der Mixed-Staffel. Die DLV-Läuferinnen "müssen ins Finals kommen und das schaffen sie auch", orakelt ARD-Leichtathletik-Experte Frank Busemann. Das Finale startet am Sonntag um 22.33 Uhr. 1500 m Männer - Halbfinale (ab 13.05 Uhr) Deutschlands Rekordläufer Robert Farken ist in Abwesenheit des britischen Favoriten Josh Kerr ein heißer Anwärter auf Gold im Finale am Samstag (15.08.2026, 22.07 Uhr, im Live-Ticker bei sportschau.de) - das er aber natürlich erst einmal erreichen muss. Das Halbfinale sollte aber keine Hürden sein für den 28-Jährigen. Für den DLV geht zudem Marc Ortell an den Start. Titelverteidiger Jakob Ingebrigtsen beschränkte sich nach OP und langer Verletzungspause in Birmingham auf die 5000 m. Dort holte der Norweger Gold. 10.000 m Frauen - Finale (20.45 Uhr) Im ersten Finale des Abends geht Nadia Battocletti aus Italien als Titelverteidigerin an den Start. Der DLV schickt mit Eva Dieterich und Lisa Merkel zwei Läuferinnen ins Rennen. Die 23 Jahre alte Merkel war in Rom auf Platz neun ins Ziel gelaufen, in diesem Jahr scheint eine Top-8-Platzierung realistisch. Hochsprung Männer - Finale (ab 21.00 Uhr) Der deutsche Meister Tobias Potye konnte wegen einer Rückenverletzung nicht an der EM teilnehmen, in Falk Wendrich ist trotzdem ein Deutscher im Finale dabei. Dort will er im Bereich seiner Bestleistung (2,29 m) springen. Oleh Doroshchuk aus der Ukraine ist in dieser Saison schon über 2,33 m geflogen. Diskuswurf Frauen - Finale (ab 21.30 Uhr) Shanice Craft hat schon drei EM-Bronzemedaillen (2014, 2016, 2018) in ihrer Karriere gewonnen - und könnte ihre Sammlung zu erweitern. Die Qualifikation meisterte sie mit dem zweitbesten Wurf aller Teilnehmerinnen (63,36 m). Auch Kristin Pudenz ist im Finale dabei, Marike Steinacker schied dagegen aus. Die Niederländerinnen Jorinde van Klinken und Alida van Daalen gelten als Gold-Anwärterinnen. 400 m Hürden Männer - Finale (21.40 Uhr) Dieses Finale hat es in sich: Mit dem deutschen Rekordhalter Emil Agyekum und U23-Europameister Owe Fischer-Breiholz gehen zwei starke und zudem selbstbewusste Läufer an den Start. Der norwegische Superstar Karsten Warholm dürfte noch eine Nummer zu groß sein. Aber: "Ich denke, die anderen dürften nervös werden, wenn da die zwei Deutschen vorbeilaufen", sagte Agyekum, der beste Medaillenaussichten hat, nach dem Halbfinale. 200 m Männer - Finale (22.25 Uhr) 100-m-Bronzegewinner Owen Ansah hat sich mit der brillanten Zeit von 20,04 Sekunden als Schnellster der drei Halbfinals in den Endlauf katapultiert - nur zwei Hundertstel fehlten zum deutschen Rekord. "Die Medaille traue ich mir zu", sagte der Hamburger. Kameron Horton und Joshua Hartmann, der das Finale nur um eine Hundertstelsekunde verpasste, schieden im Halbfinale aus. 800 m Frauen - Finale (22.46 Uhr)