Leichtathletik-EM: Die Höhepunkte heute in Birmingham
Alle Wettkämpfe ab 8.30 Uhr im Live-Ticker bei sportschau.de. Gehen Halbmarathon und Marathon, Frauen und Männer (ab 8.30 Uhr) Die wichtigste Entscheidung haben die Geherinnen und Geher schon vor dem Start getroffen: Wie lange soll es denn gehen? Bei der EM-Premiere der beiden Strecken starten alle gemeinsam, doch die Halbmarathonis beenden ihren Wettkampf nach 21,0975 Kilometern, während die Marathonis die doppelte Distanz absolvieren. Auf der Halbdistanz sind für Deutschland Frederick Weigel und Leo Köpp am Start. ARD-Leichtathletik-Experte Frank Busemann traut dem 28-jährigen Köpp eine Top-6-Platzierung zu. Auf der langen Strecke sind bei den Frauen Bianca Dittrich und Ada Junghannß dabei. Bei den Männern ist mit Johannes Frenzl und Christopher Linke ein DLV-Duo auf der Strecke, Karl Junghannß musste seinen Start wegen einer Verletzung am Morgen kurzfristig absagen. Linke ist immer ein Kandidat für die Medaillenränge. Siebenkampf - zweiter Tag (11.25 Uhr) Sophie Weißenberg geht bei ihrem starken Meisterschafts-Comeback mit 3911 Punkten als Viertplatzierte und damit als Beste aus dem deutschen Trio in den zweiten und entscheidenden Tag. Für die WM-Fünfte Sandrina Sprengel platzte nach einem völlig verpatzten Lauf über die 100 m Hürden der Traum vom Podest frühzeitig - Rang 19 (3603) zur Halbzeit. Vanessa Grimm ist Zwölfte (3700). Nach dem Weitsprung (11.25 Uhr) und dem Speerwurf (12.55 Uhr) steht zum Abschluss der 800-m-Lauf (20.45 Uhr) an. Weitsprung Frauen - Qualifikation (ab 12.50 Uhr) Bei den Deutschen Meisterschaften musste sich deutsche Weitsprung-Ikone Malaika Mihambo tatsächlich Mikaelle Assani geschlagen geben müssen, die damit ebenfalls das EM-Ticket löste. Trotzdem ist die zweimalige Weltmeisterin und Tokio-Olympiasiegerin Mihambo natürlich eine heiße Medaillenanwärterin. In der Qualifikation fürs Finale am Sonntag (ab 21.05 Uhr, live im Ersten und bei sportschau.de) geht es für die Heidelbergerin vor allem um eins: Sie muss den Balken treffen, dann sollte der Rest Formsache sein. Imke Daalmann macht das deutsche Trio perfekt. 1500 m Frauen - Vorläufe (ab 13.15 Uhr) Die jeweils sechs Schnellsten aus den beiden Vorläufen buchen einen Platz für das Finale am Sonntag (22.13 Uhr, live im Ersten und bei sportschau.de). Die mit Abstand beste Europäerin über 1500 m ist in diesem Jahr die Britin Georgia Hunter Bell mit 3:55,63 Minuten. Die Französin Agathe Guillemot als Zweitbeste ist mehr als eine halbe Sekunde langsamer gelaufen. Vor Heimpublikum ist Hunter Bell die klare Titelfavoritin. Aus Deutschland ist keine Läuferin am Start. 4x100 m Staffel Frauen - Vorläufe (ab 13.40 Uhr) und Finale (22.48 Uhr) Die deutschen Sprinterinnen liebäugeln mit einer Medaille, müssen dafür aber erst einmal der Vorlauf überstehen. Die DLV-Topläuferinnen Gina Lückenkemper und Rebekka Haase schieden über 100 m im Halbfinale aus. Mit der Staffel soll es besser laufen. Neben Schlussläuferin Lückenkemper und Haase an Position zwei laufen Startläuferin Jolina Ernst und Sophia Junk auf der dritten Position in der deutschen Staffel im Vorlauf. Lokalmatadorin Amy Hunt hat schon über 100 und 200 m in Birmingham gesiegt, auch Landsfrau Dina Asher-Smith ist dabei. Kein Wunder, dass Großbritannien Gold-Favorit ist. Das Finale steigt am Samstagabend um 22.48 Uhr als letztes Event des vorletzten Wettkampftages. 4x100 m Staffel Männer - Vorläufe (ab 14 Uhr) und Finale (22.33 Uhr) Was geht für die deutschen Männer? In Bestbesetzung hätte das DLV-Quartett sogar um Gold mitlaufen können, aber Deutschlands schnellster Mann Owen Ansah wird für die Staffel vorsorglich nicht nominiert. Der Einzug ins Finale (22.33 Uhr) ist für Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah - so die Formation im Vorlauf - aber das Minimalziel. Gold für Romell Glave und Silber für Jeremiah Azu aus Großbritannien im Einzel - der Sieg führt wohl nur über den EM-Gastgeber. Italien wäre auch zu beachten gewesen, aber Topstar Marcell Jacobs fehlt verletzt. Speerwurf Männer - Finale (ab 21.01 Uhr) Julian Weber ist nach starkem Comeback Europas Jahresbester und Anwärter auf Gold. In der Qualifikation war er stark, gleich im ersten Versuch flog sein Speer auf 84,02 m. Nick Thumm, der in der Qualifikation mit 83,49 m persönliche Bestleistung warf, hat Außenseiterchancen. Thomas Röhler verpasste das Finale. Hochsprung Frauen - Finale (ab 21.07 Uhr) Dorothea Gantert und Anna-Elisabeth Ehlers sind in der Qualifikation ausgeschieden. Die deutschen Hoffnungen ruhen deshalb im Finale auf der erfahrenen Christina Honsel. Die Wattenscheiderin ist in diesem Jahr schon 1,94 m gesprungen, eine gute Platzierung ist drin. Jaroslawa Mahutschich aus der Ukraine ist nicht mehr so bestimmend wie die Jahre zuvor, aber die Favoritin. Die Serbin Angelina Topic lauert auf einen möglichen Fehler der Weltrekordlerin. 400 m Frauen - Finale (21.10 Uhr) Der Showdown über die Stadionrunde findet ohne deutsche Beteiligung statt, Johanna Martin erreichte immerhin das Halbfinale. Henriette Jaeger aus Norwegen, die Tschechin Lurdes Gloria Manuel oder Lieke Klaver aus den Niederlanden dürften den Titel unter sich ausmachen. In den Halbfinals war die Polin Natalia Bukowiecka (49,57 Sekunden) die Schnellste. Dreisprung Männer - Finale (ab 21.17 Uhr) Der Portugiese Pedro Pichardo ist bärenstark und einer der beiden Top-Favoriten im Dreisprung, seine 17,16 m aus der Qualifikation waren ein Ausrufezeichen. Der Italiener Andy Diaz ist mit 17,87 m der Weltjahresbeste. Deutschlands Topspringer Max Hess ist nicht bei der EM dabei. 10.000 m Männer - Finale (21.25 Uhr) Der Weltjahresbeste Mohammed Abdilaahi musste verletzt absagen. Frederik Ruppert startet in Birmingham als Mitfavorit über 3000 m. Die zweitbeste Zeit eines Europäers in diesem Jahr hinter Abdilaahi (26:56,58 Minuten) ist mit 27:20,52 Minuten der Niederländer Mike Foppen gelaufen - einer der Gold-Kandidaten neben dem Briten Scott Beattie. 1500 m Männer - Finale (22.07 Uhr)