Leichtathletik-EM: Norweger geben Gold zurück
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Birmingham – Die norwegischen Leichtathleten Karsten Warholm, Amalie Iuel, Andreas Kulseng und Henriette Jaeger liefen am Montag bei der EM 2026 in Birmingham über 4x400 Meter zu Gold. Doch die Freude über die Medaillen währte nur kurz – die Norweger gaben sie direkt wieder zurück. Der Grund für die fixe Abgabe: ein Fehler. Nachdem die Niederländer Bronze und die Briten Silber bekommen hatten, wurden auch den vier Norwegern bei der Siegerehrung die Medaillen umgehängt. Stolz betrachteten die Athleten ihre Auszeichnung. Doch dann der Schock: Warholm bemerkte beim genauen Hinsehen, dass auf den Medaillen die falsche Zeit eingraviert war. Warholm, der bereits bei den Olympischen Spielen 2020 Gold und 2024 Silber über 400 m Hürden gewann, erklärte nach dem Missgeschick gegenüber dem norwegischen Portal „NRK“:„Wir haben sehr hart für diesen großen Erfolg gearbeitet, insbesondere für die erreichte Zeit, die sowohl ein norwegischer Rekord als auch ein Europameisterschaftsrekord ist. Diese Situation ist daher absurd. Das ist inakzeptabel, ebenso wie die Medaillen selbst, die wir zurückgegeben haben.“ Das Team legte eine Zeit von 3:09,62 Minuten hin und holte damit einen Meisterschaftsrekord. Zum Vergleich: Der Weltrekord liegt bei 3:07,41 Minuten. Erlend Slokvik, Chef der norwegischen Delegation: „Die Organisatoren haben sich für den Fehler entschuldigt und ihn als fatal bezeichnet.“ Die neuen Medaillen soll das Team bereits am Dienstag erhalten haben. Trotz der falschen Medaillen herrschte im Team Freude. Amalie Iuel zeigte sich extrem glücklich und erklärte: „Es war total verrückt. Wenn ich keine Ohren gehabt hätte, wäre mein Grinsen um meinen ganzen Kopf gegangen. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, das mit dieser Gruppe hier zu machen.“ Und Warholm: „Es ist komplex, aber es zeigt, dass wir mithalten können. Besonders in gemischten Teams. Wir konnten eine gute Mannschaft aufstellen und haben gewonnen, das macht unglaublich viel Spaß.“