Leichtathletik-EM | Nur Ingebritsen besser: Florian Bremm gelingt Sensation über 5000 Meter
Florian Bremm hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham über 5.000 Meter Silber geholt. Der 25-Jährige musste sich nach einem packenden Schlussspurt nur dem Titelverteidiger Jakob Ingebrigtsen aus Norwegen geschlagen geben. Nach Bronze für Yemisi Mabry im Kugelstoßen ist es bereits die zweite Medaille für den Deutschen Leichtathletik-Verband am ersten Finalabend. Für Bremm ist es die erste EM-Medaille und der zugleich größte Erfolg seiner Karriere. Der in diesem Jahr von Achillessehnenproblemen geplagte Ingebrigtsen (13:15,29 Minuten) überholte Bremm (13:15,60 Minuten) noch auf den letzten Metern. Dritter wurde der Franzose Etienne Daguinos. "Das alles ist ein Ergebnis der vergangenen Jahre und kein Zufall", sagte der 25-Jährige nach seinem Lauf zu Silber. "Die Zielgerade war verrückt. Außer in der Läuferszene kannte mich wohl vor dieser Saison niemand. Dann war ich Zweiter in der Startliste und auf den letzten 100 Metern hier plötzlich vorne. Das war surreal für mich. Meine Beine wollten nicht mehr und ich habe trotzdem weitergemacht. Nur Jakob Ingebrigtsen ist vorbeigegangen. Das ist alles total emotional für mich", so der neue Vizeeuropameister. Bremm ließ in dieser Saison schon aufhorchen Obwohl Bremm kaum Erfahrung auf der ganz großen Leichtathletik-Bühne hat, ist die Medaille zumindest angesichts der Saisonleistungen keine Überraschung. Mit 12:56,80 Minuten war er in diesem Jahr die Nummer drei in Europa. Bremm holte über 5.000 Meter der Männer das erste Edelmetall seit Richard Ringer, der 2016 in Amsterdam Bronze bejubelte und in Birmingham auf der Marathon-Distanz glänzen möchte. Das letzte deutsche EM-Gold über 5.000 Meter gewann 1994 Dieter Baumann.