Leichtathletik, Stabhochsprung | Armand Duplantis: Wettkämpfe sind plötzlich "schwieriger denn je"
Bröckelt die Dominanz von Überflieger Armond Duplantis im Stabhochsprung? Zwar feiert der schwedische Leichtathletik-Superstar weiterhin einen Sieg nach dem anderen, die Konkurrenz um den Griechen Emmanouil Karalis kommt dem Ausnahmekönner aber immer näher. Der 26-Jährige ist sich des steigenden Drucks durch seine Widersacher bewusst.
"Es ist schon lange her, dass ich auf diese Weise herausgefordert wurde", sagte Stabhochsprung-Überflieger Armond Duplantis vor dem Diamond-League-Finale im belgischen Brüssel beim schwedischen TV-Sender "SVT" über die jüngsten Duelle mit dem Griechen Emmanouil Karalis, die in der vergangenen Woche in Zürich in einem "historischen Wettkampf" mündeten.
In der Schweiz hatte Karalis seine persönliche Bestleistung auf 6,20 m gesteigert. In der Geschichte des Stabhochsprungs hatte bislang nur Duplantis, der auch den Weltrekord von 6,31 m hält, diese Höhe erfolgreich überquert. Noch nie zuvor hatten sich zwei Athleten in einem Wettkampf ein Duell jenseits der 6,20-Meter-Marke geliefert. Für Duplantis war der Wettkampf im Letzigrund ein echter Wahnschuss.
Leichtathletik: Siege für Duplantis "schwieriger denn je"
"Ich weiß, dass es schwieriger denn je sein wird, zu gewinnen, wenn man bedenkt, wie Karalis springt", bestätigte der 26-Jährige, dass die jüngsten Leistungen seines ärgsten Konkurrenten auch bei ihm die Warnleuchten angingen. Beim Diamond-League-Finale in Brüssel am Freitag wird das nächste Duell zwischen den zwei besten Stabhochspringern der Geschichte erwartet.
Bei Karalis überwog nach dem Duell die Freude. "Das ist verrückt. Seit der Hallensaison wollte ich 6,20 m springen und war schon nah dran", sagte der überglückliche Grieche anschließend: "Das ist wie Schach. Aber es macht Spaß! Der Wettbewerb ist gut für den Sport." Der schwedische Superstar hat seit acht Jahren nicht mehr gegen den Griechen verloren. Er führt nun mit 49:1 in den direkten Duellen mit Karalis.
Dritter im Letzigrund wurde der Norweger Sondre Guttormsen mit 6,00 m.