DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Leihmutterschaft: CDU-Politiker Brand nennt Spahns Verhalten "echte Zumutung"

Nation

Der CDU-Politiker Michael Brand hat Unionsfraktionschef Jens Spahn scharf kritisiert. Zur Debatte um die Geburt von Spahns Sohn durch eine Leihmutter in den USA sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium der Fuldaer Zeitung: »Was Jens Spahn hier getan hat, ist eine echte Zumutung und unglaubwürdig, das muss man so klar sagen.« Spahn habe »zwar nicht formal, aber moralisch klaren Rechtsbruch begangen«. Dies ist laut Brand umso dramatischer, weil insbesondere beim Recht gleiche Maßstäbe für alle gelten müssten. »Das wurde hier ganz massiv verletzt, deshalb muss darüber in aller Konsequenz geredet werden und auch in aller Klarheit.« Spahn und sein Mann Daniel Funke hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass sie Eltern geworden sind und eine Leihmutter in den USA das Baby zur Welt gebracht hatte. Seitdem steht das Ehepaar in der Kritik, weil Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist und sich Spahns Partei eindeutig gegen eine Legalisierung ausspricht – so wie es auch Spahn in der Vergangenheit selbst getan hatte. Der Hauptvorwurf gegen Spahn lautet, er habe privat Möglichkeiten genutzt, die er Menschen in ähnlicher Situation in Deutschland politisch nicht zugestanden habe. Spahn äußert sich über Kritik Nach der parlamentarischen Sommerpause findet am 8. September die erste reguläre Fraktionssitzung statt. Bereits einen Tag zuvor wird das CDU-Präsidium zur nächsten planmäßigen Sitzung zusammenkommen. Das Gremium dürfte sich dann auch der Causa Spahn widmen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte am Freitag, dass sich das Spitzengremium der Partei damit befassen werde. Auch Spahn hat sich mittlerweile zur Kritik geäußert. Er werde es seiner Fraktion überlassen, wie mit den Rücktrittsforderungen auch aus seiner Partei umzugehen sei, sagte er der Bild-Zeitung. »Am Ende kann ja nur die Fraktion darüber entscheiden, wie es weitergeht«, sagte Spahn. Kirchen kritisieren Spahn Mittlerweile haben sich auch die Kirchen den zahlreichen Kritikern angeschlossen. Der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Ernst-Wilhelm Gohl, teilte mit, in Deutschland gebe es ein klares Verbot der Leihmutterschaft. »Wenn nun ausgerechnet ein Politiker öffentlich macht, dass er im Ausland Leihmutterschaft in Anspruch genommen hat, geht es auch um Doppelmoral und Glaubwürdigkeit.« Auch in der katholischen Kirche gab es kritische Stimmen. Der Passauer Bischof Stefan Oster sagte: Wenn »ein prominenter CDU-Politiker in Sachen Leihmutterschaft zur Erfüllung eigener Wünsche gegen die Gesetze des Landes und gegen die Grundlinien der eigenen Partei in dieser für unser Menschenbild so wichtigen Sache bewusst verstößt, und damit auch noch positiv werbend für Leihmutterschaft eintritt, halte ich das für einen echten Skandal.«

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