Leipzig: Drohne mit Zünder am Flughafen entdeckt - Innenministerium spricht von Kollision in der Luft
Der Flughafen Leipzig/Halle hat in der Nacht zu Mittwoch den Flugbetrieb eingestellt, nachdem eine Drohne und zugleich ein verdächtiger Gegenstand entdeckt worden waren. Mehrere Maschinen, darunter eine Passagiermaschine, wurden nach einer Mitteilung der Polizeidirektion Leipzig umgeleitet. Die Polizei sprach von einem „sicherheitsrelevanten Vorfall“. Ein Nato-Sprecher bestätigte am Mittwochvormittag die Sichtung der Drohne in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs. Die Polizei habe das Fluggerät in der Nacht gesichert. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen sollen an der Drohne Sprengstoff und ein Zünder befestigt gewesen sein. Ermittler stuften den Fund laut „Bild“ als möglichen Sprengsatz ein. Die Drohne lag dem Bericht nach in unmittelbarer Nähe einer ukrainischen Frachtmaschine vom Typ Antonow. Das Bundesinnenministerium teilte am Mittwochmittag mit, dass ein Flugzeug in der Nacht mit einem unbekannten Objekt kollidiert sei. Zuvor hatte bereits der Chef des Logistikriesen DHL bestätigt, dass es sich bei der betroffenen Maschine um einen DHL-Flieger handele. „Das hatte betriebliche Auswirkungen“, fügte er hinzu, die „durchaus spürbar“ seien. Die DHL-Maschine sei in der Folge nach Hannover umgeleitet worden. Die Bundespolizei schickte Entschärfer an den Fundort und plante nach „Bild“-Informationen, das Päckchen mit dem Zünder kontrolliert zu sprengen. Im Einsatz war demnach ein ferngesteuerter Roboter. Leipzig/Halle ist einer der größten Frachtflughäfen Europas und Drehkreuz von DHL. Von dort aus fliegt auch die ukrainische Antonov Airlines, der Standort spielt für schweren Lufttransport eine zentrale Rolle. Antonov Airlines ist ein Tochterunternehmen des staatlichen ukrainischen Rüstungskonzerns Ukrobornprom. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an. Wann die Südbahn wieder freigegeben wird, ist offen.