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Leipziger Drohnenvorfall: Berlin macht wohl Kreml verantwortlich - und bereitet Reaktion vor

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Leipziger Drohnenvorfall: Berlin macht wohl Kreml verantwortlich – und bereitet Reaktion vor

Von: Bedrettin Bölükbasi

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Die Bundesregierung sieht einem Medienbericht zufolge Russland hinter dem Drohnenvorfall in Leipzig. Berlin plant offenbar eine Reaktion.

Berlin – Die Bundesregierung sieht einem Medienbericht zufolge Russland hinter dem Drohnenvorfall in Leipzig und bereitet eine harte Reaktion vor. Berlin plane, in den kommenden Tagen Moskau offiziell für den versuchten Sprengstoffdrohnenanschlag von Anfang August verantwortlich zu machen, berichteten die Welt am Sonntag und das Portal Politico am Samstag unter Verweis auf „drei mit dem Vorgang vertraute Personen“. Demnach sollen zeitgleich „umfangreiche“ Maßnahmen angekündigt werden.

Leipziger Drohnenvorfall: EU-Sanktionen gegen Russland sollen auf den Weg gebracht werden

Den Berichten zufolge geht es um eine Kombination von direkten Maßnahmen Deutschlands und neuer EU-Sanktionen. Daher sei die Ankündigung für Anfang kommender Woche parallel zum EU-Außenministertreffen in Irland am Dienstag geplant. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) könnte die Entscheidung demnach aber auch vorziehen.

Ein Regierungssprecher sagte dazu, das Kanzleramt beteilige sich nicht an Spekulationen. „Relevant ist allein die offizielle Zuordnung, die die Bundesregierung nach eigenem Ermessen und unter Abwägung aller Ermittlungsergebnisse vornimmt.“

Am Abend des 4. August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Berichten zufolge wurden in Leipzig mehrere Drohnen eingesetzt. Merz hatte am Donnerstag in einem RTL-Interview gesagt, die Bundesregierung werde die Verantwortlichen des Vorfalls in Kürze benennen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat bislang nur von „fremden Mächten“ gesprochen.

Leipziger Drohnenvorfall: Strack-Zimmermann begrüßt Plan gegen Russland

Auf EU-Ebene wird derzeit ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland vorbereitet. Die Niederlande, Polen, Spanien und Schweden hatten am Donnerstag in einem gemeinsamen Schreiben die Nutzung eingefrorener russischer Vermögen in Europa zur Unterstützung der Ukraine gefordert. Nach Angaben von EU-Vertretern soll darüber im Kreis der Außenminister in Irland gesprochen werden.

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