Leno über DFB-Tor unter Klopp: „Natürlich gerade ein Riesen-Fragezeichen“
©IMAGO
Torhüter Bernd Leno hält eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft für möglich. Im Grundsatz betrachtet der 34-Jährige die Situation im DFB-Kasten als völlig offen, nachdem Manuel Neuer noch einmal für die Weltmeisterschaft zurückgekehrt war, sich nach dem Sechzehntelfinal-Aus aber zum zweiten Mal verabschiedet hatte.
„Natürlich ist es gerade ein Riesen-Fragezeichen in Deutschland, weil es keinen, so wie Manuel gab, für gefühlt 20 Jahre, der unangefochten da die Nummer 1 war und einfach der Beste aller Zeiten war“, sagte der Schlussmann, der seit 2022 beim FC Fulham unter Vertrag steht – und noch bis 2027 gebunden ist. „Aber Ich weiß natürlich auch, in welcher Rolle die üblichen Verdächtigen sind. Olli Baumann, ich, auch Kevin Trapp oder sowas mit unserem Alter, das muss man natürlich auch immer sehen. Oder wie sie das beim DFB sehen. Da hat auch niemand was gesagt“, meinte Leno, der seine Situation „mega entspannt“ sehe, im Interview bei „RTL/Sky“. „Ich denke da jetzt nicht nachts dran und kann da nicht schlafen deswegen.“
Der Keeper bestritt neun Länderspiele, sein erstes am 29. Mai 2016 und sein bisher letztes am 2. September 2021. Ins Abseits beförderte er sich im Herbst 2024, als er auf ein DFB-Comeback unter dem damaligen Bundestrainer Julian Nagelsmann verzichtete. Nach dem Ausfall von Marc-André ter Stegen wollte der Coach den in England spielenden Leno als Nummer drei nominieren. Das genügte ihm jedoch nicht. Ohne Spielzusage wolle er lieber in London trainieren, hatte Leno gesagt – was ihm eine Rüge von Nagelsmann einbrachte.
Der Torwart sagte nun dazu: „Also ich habe ja nie gesagt, ich gehe nie wieder zur Nationalmannschaft oder wie, wo, wer, wann, was. Aber ich habe mich einfach damals nicht in der Rolle gesehen. Ich weiß gar nicht, wer da noch alles nominiert war. Hinter den Jungs zu warten als Nummer 3 oder Nummer 4. Das habe ich in der Phase meiner Karriere nicht gesehen. Wenn ich jünger gewesen wäre, wäre es natürlich was anderes gewesen.“
Klopps erster DFB-Kader wird am 17. September bekannt
Wertvollster deutscher Torhüter ist mit einer Taxierung von 25 Millionen Euro derzeit Noah Atubolu, der seinen 2027 auslaufenden Vertrag beim SC Freiburg verlängert haben soll, um idealerweise auf Leihbasis mit Kaufoption oder -pflicht zu Eintracht Frankfurt wechseln zu können. Auf den Rängen zwei und drei folgen Jonas Urbig (FC Bayern/18 Mio. Euro) und Mio Backhaus (SC Freiburg/15 Mio. Euro).
Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp benennt seinen ersten Kader für den Nations-League-Auftakt gegen die Niederlande am 17. September. Es wird erwartet, dass der Nagelsmann-Nachfolger bei der Pressekonferenz auf dem Frankfurter DFB-Campus auch personell einen echten Neubeginn vornehmen wird (zur News). Unklar ist im Zuge dessen auch, wie es personell zwischen den Pfosten weitergeht. Leno erklärte: „Ich werde das niemals ausschließen, aber wie gesagt, ich mache mir jetzt keine Gedanken und denke jetzt, Jürgen Klopp ist jetzt da, der kennt mich aus der Premier League, vielleicht habe ich da irgendwelche neuen Chancen, mal gucken, was passiert.“
Hinweis: Wenn du etwas googelst, bekommst du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn du Transfermarkt als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für dich auf. Füge Transfermarkt hier als bevorzugte Quelle hinzu.