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Leserstimmen: Was Deutschland von Weltmeister Spanien lernen kann

Sport

Aktualisiert am 20.07.2026, 16:14 Uhr Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der WM den eigenen Erwartungen nicht gerecht geworden. (Archivbild) © IMAGO/DeFodi Images Lesedauer:4 Min. Die WM 2026 ist zu Ende. Während Spanien seinen zweiten WM-Titel feierte, endete das Turnier für die deutsche Nationalmannschaft mal wieder mit einer Enttäuschung. Gibt es etwas, das sich das DFB-Team von den Spaniern abschauen kann? Das sagen unsere Leserinnen und Leser. Leserstimmen zusammengestellt von Ludwig Horn Dieser Artikel basiert auf Zuschriften unserer Leserinnen und Leser und gibt ihre Meinungen, Einschätzungen und Fragen wieder, die sie unserer Redaktion geschickt haben. Informiere dich über die verschiedenen journalistischen Textarten. Spanien ist zum zweiten Mal nach 2010 Weltmeister. "La Furia Roja" ist mehr oder weniger ungefährdet durch das Turnier gegangen und holte sich völlig verdient den Titel. Die Iberer kassierten bei der WM in acht Spielen nur ein Gegentor (beim 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen Belgien) und unterstrichen damit abermals die alte Fußballweisheit "Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften". Die deutsche Nationalmannschaft hingegen blieb in keinem ihrer vier WM-Spiele ohne Gegentor. Bereits im Sechzehntelfinale war gegen den klaren Außenseiter Paraguay Schluss. In der Folge erklärte Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen Rücktritt. Seine Nachfolge tritt aller Voraussicht nach Jürgen Klopp an. Gut möglich, dass der ehemalige Mainzer, Dortmunder und Liverpooler Trainer für den Neustart auch einen Blick nach Spanien wirft. Nach dem WM-Sieg von Spanien haben wir unsere Leserinnen und Leser gefragt: Was kann sich die deutsche Nationalmannschaft auf dem Weg zurück in die Weltspitze von Weltmeister Spanien abschauen? Empfehlungen der Redaktion Spanien ist im Fußball das Maß aller Dinge Superstars und Unbekannte: Wer bei der WM überzeugen konnte Wir lassen uns von niemandem den Fußball wegnehmen Eine Auswahl der uns erreichten Antworten: "Die spanischen Spieler sind technisch und taktisch überlegen und besser ausgebildet, sie haben eine hohe Spielintelligenz. Der ballführende Spieler bildet mit zwei anspielbaren Spielern ein Dreieck. Die Spieler sind in Bewegung und bieten sich an. Bis auf Ausnahmen sind die deutschen Fußballer im Eins gegen Eins sehr schwach. In Deutschland zählen die gelaufenen Kilometer, aber nicht das, was der Spieler dabei spielerisch leistet. Fazit: zu viele 'Holzfüße', die zwar laufen, aber nicht spielen können." (Gerd) "Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft können sich von Weltmeister Spanien einfach von allem eine Scheibe abschneiden!" (Thomas, 46, Großhesselohe) "Wir brauchen keinen spanischen Ballbesitzfußball in deutscher Verkleidung" "Was Spanien bei dieser Weltmeisterschaft gezeigt hat, lässt ein altes Sprichwort plötzlich wieder sehr aktuell klingen: 'Elf Freunde müsst ihr sein.' [...] Spanien war von Anfang an mehr als eine Ansammlung guter Einzelspieler. Diese Mannschaft hatte eine klare Idee, einen erkennbaren Plan und eine fast unerschütterliche Ruhe. Jeder wusste, was seine Aufgabe war. Kein Chaos, keine Hektik, keine Panik, wenn's mal schwierig wurde. [...] Natürlich hat Spanien mit Yamal, Rodri und anderen außergewöhnliche Spieler. Aber diese Mannschaft wirkte nie vom Genie eines Einzelnen abhängig. [...] Bemerkenswert war auch wie ruhig es rund um die Mannschaft war. Selbst der Wechsel von Cucurella zu Real Madrid wurde kein dauerhaftes Störfeuer. Im Mittelpunkt stand das, weshalb sie angereist waren: Fußball. Genau das wünsche ich mir wieder für Deutschland. Nicht, dass wir Spanien kopieren. Wir brauchen keinen spanischen Ballbesitzfußball in deutscher Verkleidung. Aber wir müssen wieder wissen, wofür unsere Nationalmannschaft steht. Eine eigene Identität, eine klare Spielidee, Spieler die ihre Rollen nicht nur kennen, sondern wirklich verinnerlichen. 26 Spieler, aber eine Mission. [...] Spanien hat seine Antwort auf dem Platz gegeben. Jetzt liegt es am deutschen Fußball, die richtige Lehre daraus zu ziehen." (Nicolas, 39, Berlin) "Nicht Einzelspieler sind entscheidend, sondern die Mannschaft" "Die Mannschaft ist der Star! Deutschland sollte wieder mehr zu einem echten Kollektiv werden, mit einer klaren Spielidee. Nicht Einzelspieler sind entscheidend, sondern die Mannschaft – das muss jeder einzelne Spieler verinnerlichen. Die Mannschaft sollte sich dann aufs Fußballspielen konzentrieren, ohne die vielen Nebengeräusche." (Norbert, 59, Berlin) "Deutschland scheidet im Sechzehntelfinale aus. Gründe sind 1) Übermut und Selbstüberschätzung nach dem 7:1-Sieg gegen ein Leichtgewicht des Fußballs – Curaçao. 2) Fehlender Wille und Kampfgeist – die Spieler sind dröge, ängstlich und saftlos. Dies wäre bei Argentinien abzuschauen. Im sportlichen Rahmen sollte eine Mannschaft IMMER danach streben, unbequem für den Gegner zu sein. 3) Ungeduld – ein großer Faktor. Die Spanier zeigten, wie man cool bleibt und das Spiel führt. Sie strahlten einfach die Gewissheit aus, die Ruhe, mit der sie das Spiel schon reißen würden. Diese Parameter sollte die deutsche Nationalmannschaft umstellen. Dann begeistert man auch das heimische Sportvolk." (Roman, 33, Prag) "Die alten Qualitäten eines Franz Beckenbauer, Berti Vogts, Uli Hoeneß sowie Matthias Sammer, um nur einige Namen zu nennen, aktivieren. Teamgeist, Motivation und sich der Verantwortung eines Nationalspielers im Klaren sein. Dann kann es wieder nach oben gehen." (Maik, 57, Dresden) "Wir brauchen keine satt gefressenen und nur auf die Prämien schielenden Luxusboys" "Wir müssen nicht versuchen, Spanien zu kopieren. Wir müssen aber eine neue Generation von gut ausgebildeten, ehrgeizigen und engagierten Spielern 'heranzüchten', für die es eine Ehre ist, für Deutschland zu spielen und manchmal auch zu leiden. Wir brauchen keine satt gefressenen und nur auf die Prämien schielenden Luxusboys, die pomadig den Ball hin und her schieben, sondern Tugenden auf das Spielfeld bringen wie Fritz Walter, Uwe Rahn, Uwe Seeler, Gerd Müller, Andreas Brehme, Bastian Schweinsteiger und viele andere. Leider ist das, auch durch das Verhalten satter Funktionäre, in Vergessenheit geraten." (Andreas, 72) "Als Mannschaft agieren und Fußball spielen!" (Gudrun) "Eigentlich nichts. Dann würden wir, wie in der Vergangenheit unter Löw, wieder andere Spielstile versuchen zu kopieren. Nach dem Titel 2014 sind wir stehen geblieben und haben uns nicht weiterentwickelt. Wir haben uns, wie so oft, auf unseren Lorbeeren ausgeruht. Aber das ist typisch Deutsch und es gibt hier gute Parallelen zur deutschen Wirtschaftslage. Der Deutsche wird erst dann aktiv, wenn er mit dem Rücken zur Wand steht. Zweiter großer Fehler ist der fast schon krankhafte Zwang, an Personen festzuhalten, die ihren Zenit schon längst überschritten haben. Auf Trainer- wie auf Spielerseite." (Mario, 65, Neuss)

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