DAX +0,19 % 26.141,52 Pkt 17:12:13 MDAX +0,80 % 32.077,24 Pkt 17:12:17 Euro Stoxx 50 +0,61 % 6.461,31 Pkt 17:12:15 Dow Jones -0,59 % 53.150,04 Pkt 17:27:17 S&P 500 -0,41 % 7.676,19 Pkt 17:27:13 Nasdaq -0,62 % 26.166,57 Pkt 17:27:12 Nikkei -0,30 % 66.016,36 Pkt 08:45:03 Gold +3,06 % 4.654,40 USD 17:17:07 Silber +1,88 % 69,31 USD 17:17:14 Brent +0,27 % 94,03 USD 17:17:10 WTI -1,30 % 86,69 USD 17:17:16 Bitcoin +6,49 % 77.771,38 USD 17:27:15 EUR/USD +0,03 % 1,16780 USD 17:26:56 EUR/GBP -0,20 % 0,85660 GBP 17:27:17 EUR/CHF +0,53 % 0,93610 CHF 17:27:17 EUR/JPY +0,47 % 185,630 JPY 17:27:17

Lettland entdeckt weiteren Minitunnel unter Grenzzaun zu Belarus

Technologie

Drei EU-Staaten teilen sich eine Grenze mit Belarus: Polen, Lettland und Litauen. Die Grenzen sind gut gesichert, vor allem Polen rühmt sich einer Hightech-Anlage, um Migrantinnen und Migranten, die aus Belarus in die Europäische Union wollen, abzuhalten. Nun sollen jedoch mehrere Minitunnel entdeckt worden sein, mit denen Menschen dennoch durchschlüpfen können. Vor allem geht es dabei um die Baltikstaaten Lettland und Litauen. Lettische Behörden sprachen am Freitag von einem Tunnel, der unweit dem Ost Kraslava im Südosten des Landes entdeckt worden sei. Zuvor waren in der Vorwoche bereits eine andere geheime Unterführung unter der Grenze zwischen Belarus und Lettland aufgetan worden. Auch in Polen und Litauen wurden wiederholt unterirdische Schleichwege entdeckt, durch die Menschen von Belarus aus in die EU-Staaten gelangten. Besonders groß sind die Bauwerke nicht. Nach SPIEGEL-Erkenntnissen geht es um mickrige, nur zehn Meter lange Tunnel. Die Tunnel könnten mit Billigung aus Minsk gebuddelt worden sein. Litauen wirft dem Regime des belarussischen Machthabers und Kremlfreundes Alexander Lukaschenko seit Längerem vor, gezielt Migranten aus Krisenregionen an die Außengrenze der Europäischen Union zu bringen, um Druck auf die EU auszuüben. Nach Recherchen von NDR und WDR erhob auch Frontex schwere Vorwürfe gegen Belarus: Die EU-Grenzschutzagentur geht in einer internen Analyse demnach davon aus, dass staatliche Stellen in Belarus den Bau der Grenztunnel unterstützen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Regime von Lukaschenko Spezialisten für die Konstruktion der Tunnel und Migranten zum Graben nutzen würde, heißt es in den Papieren, die NDR und WDR vorliegen. Hoffen auf »Operation Werwolf« Zur Eindämmung der im Sommer deutlich gestiegenen Zahl an irregulären Grenzgängern startete Lettland zuletzt die »Operation Werwolf« zur Sicherung seiner Ostgrenze. Dabei sollen Grenzschutz, Staatspolizei, Streitkräfte und Geheimdienste enger zusammenarbeiten. Auch sollen im Grenzgebiet etwa verstärkt Radarsysteme und Drohnen zum Einsatz kommen, um illegale Grenzübertritte festzustellen. Unterstützung erhält Lettland von Estland und Litauen, die Grenzschützer entsendet haben, um das baltische Nachbarland beim Schutz und der Kontrolle der Grenze zu unterstützen. In beiden Staaten waren zuvor vermehrt Schutzsuchende aufgegriffen worden, deren Weg von Belarus über die EU-Außengrenze nach Lettland und dann weiter nach Estland oder Litauen führte. Auch die Zahl an beteiligten Schleusern habe zugenommen. Viele Migranten, die über Belarus irregulär in die EU einreisen wollen, haben Deutschland als Ziel.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren