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Lettland ruft Luftalarm aus

Welt

Finnland richtet Sperrzone ein Lettland ruft Luftalarm aus – Nato-Jets steigen auf Von t-online, wan Aktualisiert am 14.08.2026 - 04:38 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Das lettische Militär ruft einen Luftalarm aus. Finnland richtet eine Sperrzone ein. Nato-Jets schießen ein Flugobjekt ab. Lettland hat am Freitagmorgen für einige seiner an Russland und Belarus grenzenden östlichen Gebiete einen Luftalarm ausgerufen. Dies teilen die Streitkräfte des EU- und Nato-Mitglieds auf der Plattform X mit. "Gehen Sie ins Haus und halten Sie sich an das Zwei-Wände-Prinzip! Befolgen Sie die offiziellen Anweisungen. Wenn Sie ein tief fliegendes oder verdächtiges Objekt bemerken, nähern Sie sich diesem nicht und rufen Sie 112 an! Wir werden Sie informieren, sobald die Gefahr vorüber ist", hieß es in der Warnung der Behörden. Es seien Nato-Jets alarmiert worden. Etwa eine Stunde später wurde der Alarm aufgehoben. "Alliierte Kampfjets haben erfolgreich ein unbemanntes Fluggerät abgeschossen, dass in den Luftraum eingedrungen war" hieß es in einer Mitteilung des lettischen Militärs. Weitere Informationen sollen später bekannt gegeben werden. Die Armee sprach aber von einer ausländischen Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte. Auch Finnland wurde in der Nacht aktiv. Das Land richtete im östlichen Golf von Finnland eine vorübergehende Sperrzone für den Luft- und Schiffsverkehr ein, wie die dortigen Streitkräfte ebenfalls auf X erklärten. Auch Finnland teilt eine Grenze mit Russland. Im Ukraine-Krieg setzen sowohl der Angreifer Russland als auch die sich verteidigende Ukraine Drohnen ein. Es blieb zunächst unklar, welche Kampfjets am Abschuss der Drohne beteiligt waren. Größere Nato-Staaten übernehmen im Baltikum abwechselnd die Luftraumüberwachung der Mitgliedsstaaten Estland, Litauen und Lettland. Russischer Druck auf baltische Länder wächst Finnland sieht sich einer wachsenden Bedrohung durch Russland ausgesetzt. Auf dem Nato-Gipfel in Ankara im Juli 2026 schmiedete Helsinki gemeinsam mit elf weiteren Nato-Staaten ein Seebündnis, um die maritime Abschreckung gegen Moskau zu stärken. "Angesichts eines geschwächten Sicherheitsumfelds beweist dies unseren gemeinsamen Willen, die Abschreckung zu stärken und uns gegen die langfristige Bedrohung durch Russland zu verteidigen", erklärte die finnische Regierung unter Präsident Alexander Stubb. Zuvor hatte Finnland bereits einen über drei Meter hohen Grenzzaun auf einer Länge von bis zu 260 Kilometern errichtet – ausgestattet mit Stacheldraht, Nachtsichtkameras und Scheinwerfern. Im Mai 2026 musste Helsinki den russischen Botschafter einbestellen, nachdem ein russisches Militärflugzeug den finnischen Luftraum nahe der Hauptstadt verletzt hatte. Der lettische Verfassungsschutz warnte in seinem Jahresbericht Anfang 2026 vor einer "immer stärkeren Bedrohung durch Russland" – Sabotageakte, Desinformationskampagnen und die Bereitschaft zu Cyberangriffen auf industrielle Steuerungssysteme hätten deutlich zugenommen. Es gab bereits Vorfälle von Drohnen, die in den Luftraum eingedrungen waren. Konkret baut Lettland derzeit eine sogenannte Baltische Verteidigungslinie an seiner rund 450 Kilometer langen Grenze zu Russland und Belarus – mit tonnenschweren Betonbarrieren, den sogenannten "Drachenzähnen". Der Kommandeur der lettischen Streitkräfte, General Kaspars Pudans, warnte zudem, Russland könne seine technologische Überlegenheit bei der Drohnenproduktion bis Ende 2028 für einen Angriff auf die Nato nutzen.

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