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Leverkusen: Brückenschaden bremst Zugverkehr nach Generalsanierung

Nation

Die Bahn hatte es schon befürchtet – und sie sollte Recht behalten. Nachdem die wichtige Bahnstrecke Köln – Hagen mehr als fünf Monate lang aufgrund einer Generalsanierung gesperrt gewesen und erst am Freitag wieder offiziell freigegeben worden ist, ist der Zugverkehr in der Region zunächst nur schleppend angelaufen – was unter anderem auch daran lag, dass bei einer Routineüberprüfung am Freitag an einer Bahnbrücke in Leverkusen-Opladen Schäden entdeckt worden waren. „Bei einer routinemäßigen Prüfung einer Eisenbahnbrücke in Opladen hat ein Prüfsachverständiger einen Schaden an einem tragenden Bauteil festgestellt. Aus Sicherheitsgründen musste deshalb eines der beiden Gleise gesperrt werden – das andere Gleis ist weiterhin mit normaler Geschwindigkeit befahrbar. Zugverkehr kann also stattfinden, aber nicht mit voller Kapazität“ hieß es am Samstag vonseiten der Deutschen Bahn. Wie die DPA am Samstagnachmittag meldete, war die betroffene Brücke nach Angaben der Bahn im Rahmen der gerade erst abgeschlossenen Korridorsanierung nicht erneuert worden, weil die bisherigen Inspektionen – zuletzt Ende 2025 – keine Schäden gezeigt hätten. Im Zuge der Generalsanierung seien vier von 89 Brücken auf der Strecke repariert worden. Über Umfang und Dauer der Reparatur der schadhaften Brücke werde die Bahn informieren, sobald verlässliche Aussagen möglich seien. Zuvor hatte die Bahn – wie zuvor schon das private Bahnunternehmen National Express – noch einmal darauf hingewiesen, dass es auch im Zusammenhang mit der eben erst zu Ende gegangenen Sperrung der Strecke das ganze Wochenende über noch zu Behinderungen im Bahnverkehr kommen könne – wie die Reisenden zum Beispiel bereits am Freitagabend am Bahnhof in Leichlingen schmerzlich erfahren hatten. Laut Fahrplan sollte der erste Zug der Regionalbahn (RB) 48 von National Express um 21.14 Uhr aus Köln kommend in Leichlingen halten. Aber die Kunden auf dem Bahnsteig warteten vergebens. „Zuerst hieß es, die Bahn habe Verspätung“, schilderte später ein Mann, weiter berichtete, schließlich sei eine Durchsage gekommen, dass der Zug ganz ausfalle. Besonders ärgerlich: Mit der Aufhebung der Streckensperrung hatte die Bahn auch den Schienenersatzverkehr mit Bussen beendet, sodass sich der Fahrgast am Ende eine andere Alternative suchen musste, um doch noch zu seinem Reiseziel zu gelangen.

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