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Leverkusen entmachtet Andrich - seine Frau postet rätselhafte Botschaft

Sport

Robert Andrich ist bei Bayer Leverkusen nicht mehr Kapitän und spielt auch sportlich kaum noch eine Rolle. Nun muss sich der frühere Nationalspieler wohl einen neuen Verein suchen – während seine Frau mit einer rätselhaften Botschaft für Aufsehen sorgt.

Bayer Leverkusens neuer Trainer Carles Martínez hat die Entmachtung von Kapitän Robert Andrich bestätigt. Künftig führt Edmond Tapsoba die Werkself aufs Feld, Torjäger Patrik Schick wird dessen Vertreter. Er wolle "ehrlich" mit Andrich umgehen, sagte Martínez vor dem Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal beim SV Wehen Wiesbaden laut dem SID. Aktuell sei es "tatsächlich so, dass er auf dieser Position im Mittelfeld zunächst eher eine Nebenrolle einnimmt. Er verdient es, das zu wissen."

Andrich wisse nun, woran er sei, erklärte der Trainer weiter: "So kann er sich darauf vorbereiten, was für ihn das Beste und für uns das Beste sein könnte." Dahinter steckt eine relativ klare Botschaft, wenn auch vorsichtig formuliert: Der 31-Jährige darf Leverkusen bei einem passenden Angebot verlassen und soll sich am besten selbst einen neuen Klub suchen.

Wechsel nach Frankfurt abgelehnt

Dabei hatte Andrich seine Situation Anfang August noch ganz anders bewertet. „Solange mich niemand vom Hof jagt oder ich das Gefühl habe, etwas Neues machen zu müssen, werde ich einen Wechsel nicht forcieren“, sagte er damals im Interview mit der "Bild".

Unter Ex-Trainer Kasper Hjulmand war der gelernte Mittelfeldspieler in der vergangenen Saison meist im Zentrum einer Dreierkette eingesetzt worden. Martínez setzt nun allerdings auf eine Viererkette und plant dort mit anderen Spielertypen. Im defensiven Mittelfeld ist die Konkurrenz mit Exequiel Palacios, Aleix García, Equi Fernández und Kennet Eichhorn, wenn er wieder gesund ist, ebenfalls groß.

Eintracht Frankfurt hatte sich zwischenzeitlich mit Andrich beschäftigt. Sein früherer DFB-Kollege Robin Koch soll sogar für einen Wechsel geworben haben. Andrich wollte damals aber offenbar lieber um seinen Platz in Leverkusen kämpfen. Nach Angaben des "Kölner Stadt-Anzeigers" ließ er die Frankfurter Option deswegen verstreichen.

Laut "Bild" soll noch ein weiterer Bundesligist interessiert sein. Andrich könne sich inzwischen aber auch ein erstes Engagement im Ausland vorstellen. Konkrete Gespräche mit einem Klub sind bislang nicht bekannt.

DFB-Rückkehr rückt in weite Ferne

Regelmäßige Spielzeit braucht Andrich auch mit Blick auf die Nationalmannschaft. Der 19-malige Nationalspieler hatte den Sprung in den deutschen Kader für die WM 2026 verpasst, zuletzt aber klargemacht, dass er unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp auf eine weitere Chance hoffe: "Ich hoffe natürlich, dass ich demnächst wieder zum Kreis der Nationalmannschaft gehöre. Das ist für jeden Spieler das große Ziel", sagte der 31-Jährige im "Bild"-Interview. Zuletzt wurde er vor etwa einem Jahr berufen. Ohne einen Wechsel dürfte dieses Vorhaben nun allerdings schwierig werden.

Rätselhafter Post von Andrichs Frau

Für Aufsehen sorgte auch Andrichs Ehefrau Alicia. Kurz nach den Berichten über die Ausbootung ihres Mannes veröffentlichte sie in einer Instagram-Story den spanischen Satz "Que el karma se encargue". Übersetzt bedeutet das ungefähr: "Das Karma wird sich darum kümmern."

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Wen oder was sie damit meinte, schrieb sie nicht. Der zeitliche Zusammenhang mit Andrichs Situation in Leverkusen und dass sie den Satz auf Spanisch schrieb, fiel aber auf jeden Fall auf. In den Kommentaren unter einem Video in den sozialen Medien, das über ihre Story berichtete, zoffte sie sich mit Fans über die Bedeutung ihrer Nachricht und stritt einen direkten Zusammenhang mit der Situation ab. Eine Aufklärung gab es von ihr aber trotzdem nicht.

Beim Pokalspiel in Wiesbaden wird Andrich wegen muskulärer Probleme fehlen. Damit verpasst er ausgerechnet die Rückkehr zu seinem früheren Verein, für den er zwischen 2016 und 2018 spielte. Sein Einsatz beim Testspiel gegen den FC Sevilla könnte also bereits sein letzter im Leverkusener Trikot gewesen sein.

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