Leverkusen: Woher kommt das Gerüst an der?
An der Eisenbahnbrücke über der Wupper an der Strecke zwischen Opladen und Leichlingen, an der erst am Freitagabend ein möglicher Schaden festgestellt wurde, wird schon seit zwei Wochen an der Unterseite ein Gerüst aufgebaut. Die Bahn hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Brücke bei einer Brückeninspektion Ende des vergangenen Jahres keine Schäden gezeigt haben soll. Weshalb die Bahn dennoch ein Gerüst aufbauen ließ, ist unklar. Letzten Freitag soll auf der Gerüstbaustelle eine Gruppe Bahnmitarbeiter erschienen sein, die sich die Stahlfachwerkbrücken noch einmal genauer angesehen hätten. Offenbar wurde dabei der Schaden entdeckt. Jedes der beiden Gleise liegt auf einer eigenen Brücke, weshalb auch klar wird, dass nur eines der Gleise nicht befahrbar ist. Die ursprünglich als Steinbrücke gebaute Wupperquerung wurde offenbar nach dem Krieg als Stahlfachbrücke ersetzt. Die massiven Brückenpfeiler der ursprünglichen Brücke stehen noch in der Wupper. Genau unter den beiden Eisenbahnbrücken gibt es eine Fußgängerbrücke, die trotz der Bauarbeiten geöffnet bleibt. Dieser Fußweg ist überdacht – das ist ein Relikt aus der Zeit, als die Zugtoiletten noch direkt aufs Gleis geleert wurden. Entsprechende Warnschilder, die vor „herabfallenden Schmutzpartikeln“ warnen, stehen noch unter der Brücke. Die Beschädigung soll an einem tragenden Bauteil der östlichen der beiden Brücken festgestellt worden sein. Es könnte sich um eines der Brückenlager handeln, die Bahn will später darüber informieren. Derzeit wird nur das westliche der beiden Gleise befahren.