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Liam Lawson kennt beide Red-Bull-Autos: Was er jetzt darüber verrät

Sport

(Motorsport-Total.com) - Liam Lawson ist der einzige Formel-1-Fahrer, der in der Saison 2026 zwei unterschiedliche aktuelle Fahrzeuge in Rennen gefahren hat: den VCARB 03 von Racing Bulls und den RB22 von Red Bull. Und er sagte: "Würde man beide Autos miteinander kombinieren, hätte man ein ziemlich schnelles Rennauto."

Lawson muss es wissen: Er begann die Saison als Stammfahrer bei Racing Bulls und absolvierte den Großteil der diesjährigen Rennen mit dem VCARB 03, mit dem er regelmäßig WM-Punkte erzielte. Nach der Verletzung von Isack Hadjar übernahm er für drei Rennwochenenden dessen RB22 und sammelte damit weitere WM-Punkte. Anschließend kehrte er zurück zu Racing Bulls.

Beide Autos miteinander vergleichen zu können, sei für ihn "ziemlich interessant" gewesen, erklärte Lawson. Denn abgesehen vom Red-Bull-Ford-Antrieb sei "so ziemlich alles" unterschiedlich bei den Fahrzeugen. Vor allem das Fahrverhalten sei "völlig anders. Deshalb war es definitiv eine gewisse Umstellung, wieder zurückzukehren", sagte Lawson über seine Rückkehr zu Racing Bulls.

Schöne Theorie, aber: praktisch unmöglich

Das brachte ihn zu der Einschätzung, eine Kombination der beiden Autos könnte ein noch besseres Auto ergeben. "Denn beide haben ihre Stärken und Schwächen", erklärte Lawson.

Doch was in der Theorie einfach klingt, ist in der Praxis nicht möglich: Die beiden Red-Bull-Teams arbeiten zwar unter dem gleichen Konzerndach, müssen in der Formel 1 jedoch jeweils als eigenständige Konstrukteure antreten. (Fotostrecke: Die erfolgreichsten Konstrukteure der Formel 1)

Das bedeutet: Red Bull baut ein eigenes Auto und Racing Bulls baut ein eigenes Auto. Synergieeffekte ergeben sich nur bei bestimmten Komponenten wie Getriebe oder Aufhängung, deren gemeinsame Nutzung beziehungsweise Übernahme vom Reglement erlaubt ist.

Eine Mischung aus Red Bull und Racing Bulls, wie sie Lawson skizzierte, wird es daher in der Realität nicht geben - nur als Gedankenspiel.

Früher war das noch erlaubt in der Formel 1

Früher hingegen setzte Racing Bulls - damals noch unter dem Namen Toro Rosso - Fahrzeuge ein, die auf Konstruktionen des Schwesterteams basierten. So fuhr Toro Rosso 2006 mit dem STR1, der auf dem RB1 der Saison 2005 basierte.

Dieses Vorgehen war damals erlaubt, wurde anschließend durch strengere Konstrukteursregeln unterbunden. Seither müssen die Teams die vorgeschriebenen Komponenten ihrer Formel-1-Autos selbst konstruieren.

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