Lidl greift Aldi an - und trifft voll ins Schwarze
Discounter gegen Discounter: Nachdem Aldi zuletzt unverhohlen gegen die Konkurrenz gestichelt hat, schlägt Lidl jetzt zurück – und trifft Aldi genau dort, wo es besonders wehtut. Wer heute das Prospekt seines Lieblingsdiscounters oder Supermarkts aufschlägt, sieht oft gleich drei Preise: den regulären Preis, den Aktionspreis und zusätzlich einen noch günstigeren Preis für alle, die die App des Händlers nutzen. Solchen App-Rabatten hatte Aldi zuletzt eine klare Absage erteilt: „Den Aldi-Preis muss man nicht aktivieren, suchen oder freischalten. Er gilt für alle.“ Diese wenig subtile Spitze wollte Lidl allerdings nicht unbeantwortet lassen. Lidl nimmt Teilung in Aldi Nord und Aldi Süd aufs Korn Der große Aldi-Konkurrent holte zum Gegenschlag aus und griff den Rivalen in einem Beitrag auf LinkedIn frontal an (Quelle: LinkedIn). Dafür suchte sich Lidl einen besonders wunden Punkt aus: die Teilung in Aldi Nord und Aldi Süd. „Erst Deutschland in Nord und Süd aufteilen und dann stolz von einem Preis für alle ohne App sprechen. Ihr habt Humor“, heißt es dort in einem sarkastischen Gruß an die Aldi-Kollegen. Gleichzeitig betont Lidl selbstbewusst, als erster Lebensmittelhändler die historisch gewachsenen regionalen Preisunterschiede abgeschafft zu haben. Von Hamburg bis München gelte derselbe Preis. Und tatsächlich trifft Lidl damit einen empfindlichen Nerv. Bei einer Recherche im vergangenen Jahr stellte GIGA deutliche Preisunterschiede bei Non-Food-Artikeln zwischen Aldi Nord und Aldi Süd fest. Einige Beispiele: Casalux Akku-Tischleuchte: Aldi Nord 12,99 Euro, Aldi Süd 14,99 Euro Ambiano Akku-Polster- und Teppichreiniger: Aldi Nord 39,99 Euro, Aldi Süd 49,99 Euro Workzone 5-Jahres-Rauchwarnmelder: Aldi Nord 3,99 Euro, Aldi Süd 4,79 Euro Auf die Frage, wie diese Unterschiede zustande kommen, antwortete Aldi Süd damals nur ausweichend. Das Unternehmen verwies unter anderem auf „unterschiedlich gesetzte Preishighlights“. Wichtig ist der Preis auf dem Kassenbon