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"Liefern und nicht streiten": NRW-Innenminister Reul ermahnt Merz-Kritiker

Nation

NRW-Innenminister Reul hat die Debatten über die Führungsqualität von Bundeskanzler Merz satt. Vor allem jetzt sei nicht die Zeit für solche Diskussionen, kritisiert er. Auf eine Interviewfrage reagiert der CDU-Politiker genervt, gibt aber eine Antwort.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul empfiehlt seiner Partei, in der Führungsdebatte um Kanzler Friedrich Merz innezuhalten und sich auf das Wesentliche zu besinnen. "Ich kann es schwer ertragen, wie wir miteinander reden", sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. "In einer Zeit, wo die AfD Stimmen sammelt, die Menschen sich von der Politik abwenden, ist kein Zeitpunkt für Streitereien untereinander", mahnte er. "Wir müssen liefern und nicht streiten."

Auf die Frage, was Merz von Ministerpräsident Hendrik Wüst und dessen geschmeidig geführter schwarz-grünen Landesregierung lernen könne, reagierte der 73-Jährige genervt. In seinem Alter habe er "keine Lust mehr", solche Fragen zu beantworten oder anderen zu sagen, wie sie es besser machen müssten, erwiderte Reul. "Aber ich sag's mal positiv: Ich habe gelernt, dass es klug ist, wenn man nicht zu viel verspricht, aber das, was man verspricht, hält."

Die Union sei mit einem Riesen-Erwartungshorizont in die Bundestagswahl gegangen. "Jeder wusste, dass man das nicht alles auf einen Schlag kriegen kann", sagte Reul. Vieles sei aber seitdem auch erreicht und angestoßen worden, das man nüchtern bewerten könne. Stattdessen werde darüber diskutiert, wer Merz leiden könne.

Nach dem Rücktritt von Fraktionschef Jens Spahn habe der Kanzler sein Kabinett umgebildet und auf eine Absage mitten in der Nacht reagieren müssen. "Und jetzt wird daraus die Grundsatzdebatte gemacht: Der kann es nicht", kritisierte Reul.

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