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Linkspartei: „Im Zuge dessen hat sich auch Herr Remmo gemeldet“ - Koçak erklärt sich für Chat mit Clanmitglied

Nation

Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin will deren Spitzenkandidatin Elif Eralp Regierende Bürgermeisterin werden. Doch die Diskussion um ein führendes Berliner Clanmitglied bei einer Linke-Wahlparty und um Antisemitismus in der Partei droht das zu erschweren.

Denn bei einer Wahlparty der Linken im Bezirk Neukölln tauchte am Wahlabend ausgerechnet Issa Remmo auf. Die Linke in Berlin-Neukölln betonte anschließend, dass es weder politische noch persönliche Beziehungen zu der Person gebe. „Uns war die Person und ihre Anwesenheit im Speziellen nicht bekannt. Sie steht nicht auf unserer Anmeldeliste.“

Am Montagabend meldete sich Koçak schließlich selbst zu Wort. Bei Instagram schrieb er: „Die Berichte über Chatverläufe zwischen mir und Firas Remmo haben die Öffentlichkeit verunsichert. Zu Recht: Kontakte von Mandatsträgern zu Personen, die der organisierten Kriminalität zugerechnet werden, sind durch nichts zu rechtfertigen“.

Dann folgte seine Erklärung: Immer wieder rufe er Menschen dazu auf, sich an politischen Aktionen zu beteiligen. „Im Zuge dessen hat sich auch Herr Remmo gemeldet. Ich kommuniziere jede Woche über meine Kanäle in den sozialen Medien mit Hunderten von Menschen aus Neukölln, und ich habe mit ihm geschrieben, wie mit jedem anderen Neuköllner auch, und seinen Vater mit Höflichkeit zurückgegrüßt“.

„Keine Kenntnis“, um wen es sich handelte

Er habe „keine Kenntnis“ davon gehabt, um wen es sich handelte. Koçak bat zudem um Entschuldigung und kündigte an, den Vorfall mit seinem Team aufzuarbeiten.

Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp hatte zuvor betont, Issa Remmo sei bei der Wahlparty nicht eingeladen gewesen und wieder weggeschickt worden. Mit organisierter Kriminalität habe ihre Partei nichts zu tun. Am Montag distanzierten sich Linken-Chefin Schwerdtner und Eralp erneut.

Auf der Bundespressekonferenz erklärte Schwerdtner, dass Remmo direkt ausgeladen worden sei, als er erkannt worden sei. „Wir als Partei nehmen das sehr ernst“, betonte Schwerdtner. „Wir werden in der Partei ganz klar dafür sorgen, dass so etwas nicht vorkommt.“

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