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Lipowitz stürzt bei Evenepoel-Sieg und muss die Tour de France aufgeben

Sport

Dabei sah für das deutsche Team Red Bull-Bora-hansgrohe lange alles nach einem perfekten Tag aus. Lipowitz, der mit Platz drei im Vorjahr bei der Frankreich-Rundfahrt ein Märchen erlebt hatte, lag bei den beiden letzten Zwischenzeiten weit vorne und gut im Rennen. Dahinter raste der später gestartete Teamkollege Evenepoel dem Sieg entgegen. Lipowitz prallt mit Schulter gegen Bordstein Sechs Kilometer vor dem Ziel hatte der deutsche Hoffungsträger dann großes Pech. Er stürzte in einer Rechtskurve und prallte mit der Schulter gegen einen Bordstein. Der 26-Jährige wurde am Straßenrand behandelt und konnte nicht mehr aufs Rad steigen. Evenepoel im Trikot des Zeitfahr-Weltmeisters lieferte indes in seiner Paradedisziplin ein perfektes Rennen ab. Der Belgier war zwei Minuten vor Pogacar gestartet und legte schon bei der ersten Zwischenzeit eine starke Bestzeit hin, die auch Pogacar nicht knacken konnte. Der Slowene war nach den ersten Bergauf-Kilometern sieben Sekunden langsamer. Bis ins Ziel baute Evenepoel seinen Vorsprung aus, mit einem Schnitt von 48,4 schoss der 26-Jährige über die Ziellinie. Pogacar hatte am Ende der 16. Etappe einen Rückstand von 28 Sekunden. Dritter wurde Mattias Skjelmose (+ 1:04 Minuten). Evenepoel: "Bittersüße Geschichte" Für das deutsche Team lagen an diesem Tag Schock und Freude nur wenige Minuten auseinander. Das machte auch Evenepoel im Sieger-Interview deutlich. "Mir wurde gerade gesagt, dass mein Teamkollege Lipowitz gestürzt ist. Eine bittersüße Geschichte. Ich wünsche ihm nur das Beste und hoffe, dass es nicht so schlimm ist", so Evenepoel. Auch Pogacar nahm Anteil am Sturz seines Kontrahenten: "Ich bin in derselben Kurve beinahe auch gestürzt, ich hoffe Lipo ist okay." In der Gesamtwertung führt der Slowene nun mit 4:32 Minuten vor Evenepoel. Auf dem 26,1 Kilometer langen Kurs von Évian-les-Bains nach Thonon-les-Bains ging es nach dem Start rund zehn Kilometer bergauf, danach fast nur noch bergab zurück zum Genfer See. Trotz der insgesamt 500 Höhenmeter lag die Strecke aber auch schwereren Zeitfahr-Spezialisten. Denn der Anstieg war im Schnitt nur 4,3 Prozent steil und ein Rollerberg. So legte Joshua Tarling, der 2025 beim Giro-Zeitfahren reüssierte, die erste ernsthafte Bestzeit hin. Der 22-jährige Brite von Netcompany Ineos war vor allem im letzten Drittel der Strecke schnell unterwegs und hatte im Ziel einen Schnitt von 45,6 km/h. Arensman verspätet sich und verpasst Bestzeit Eine Stunde und 40 Minuten blieb Tarling auf dem "Hot Seat" der Zeitbesten sitzen, dann kam Bruno Armirail und unterbot die Bestzeit um sieben Sekunden. Wenig später war Mattia Cattaneo noch schneller. Aber die Favoriten waren da noch nicht auf der Strecke. Cattaneo wurde am Ende Sechster, Armirail Achter und Tarling Zehnter. Für eine Kuriosität sorgte Thymen Arensman, der vor dem Zeitfahren 29. im Gesamtklassement war. Die Uhr für den Niederländer lief bereits, da kam der Ineos-Profi erst auf die Startrampe gerollt. Etwas hektisch und mit 10 bis 15 Sekunden Verspätung startete er dann. Der 26-Jährige fuhr dann offenbar mit Wut im Bauch und beendete das Zeitfahren als Siebter. Steinhauser und Politt sparen Kräfte Im Gegensatz zu den Klassementfahrern und Zeitfahr-Spezialisten, die sich eine gute Platzierung erhofften, nutzten viele Profis das Zeitfahren, um Körner für die kommenden vier Alpen-Etappen zu sparen. Es galt aber, im Zeitlimit zu bleiben. So war es auch bei Georg Steinhauser. "Heute bin ich ganz entspannt an den Start gegangen. Ich wusste, dass es für mich nichts zu holen gibt. Dann probiert man, den Tag zum Erholen mitzunehmen und die Beine bisschen frei zu fahren", so der Allgäuer im Interview mit der Sportschau. Nils Politt ging es nicht anders, der Kölner hatte vor dem Start schon die "extrem harte Woche" und seine Helferdienste für Pogacar im Blick. "Selbst wenn ich Vollgas fahren würde, würde ich nicht in die Top10 kommen", sagte der deutsche Zeitfahr-Meister am Sportschau-Mikrofon. Im Ziel ergänzte der 1,92 Meter große Politt: "Die Strecke wäre heute nichts für mich gewesen, dafür ist der Anstieg viel zu schwer." "Sanfte" Alpen-Etappe am Mittwoch

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