DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Literatur: Georg-Büchner-Preis 2026 geht an Christine Wunnicke

Allgemein

Die Schriftstellerin Christine Wunnicke ist mit dem diesjährigen Georg-Büchner-Preis geehrt worden. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt mit. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis zählt zu den wichtigsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. In der Begründung wird Wunnicke für ihr »stets überraschendes und souverän konzipiertes Erzählwerk« gelobt, das an so unterschiedlichen Schauplätzen wie Hollywood, Nagasaki oder Paris angesiedelt sei. »Die Verblüffungskraft dieses Œuvres, sein unbekümmerter Eigensinn, die unbeirrbare Arbeit eines Vierteljahrhunderts beeindrucken die Leserinnen und Leser, die mit jedem Buch in eine neue faszinierende Auseinandersetzung zwischen Fakt und Erfindung verwickelt werden.« Weiter heißt es von der Jury, Wunnickes »brillante Kunst macht im vermeintlich Historischen das Fiktionale sichtbar und ermöglicht so einen entlarvenden Blick auf die europäische Wissenschafts- und Kolonialgeschichte, ohne dabei die Empathie für ihre Figuren zu verleugnen«. Auch ihren »subtilen Sprachwitz« und den »Verzicht auf Selbstreferenz« hob die Jury hervor. Mehrmals auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis Christine Wunnicke wurde 1966 in München geboren und studierte Linguistik, Altgermanistik und Psychologie in Berlin und Glasgow. Nach dem Studium war sie in der Wissenschaftsverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft in München tätig. Anfang der 1990er-Jahre erschienen erste Hörspiele und Radiofeatures. Ihre ersten Romane waren Fortescues Fabrik (1998) und Jetlag (2000). Mit ihren Roman Die Dame mit der bemalten Hand (2020) erhielt sie den Wilhelm Raabe-Literaturpreis und stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Für ihr jüngstes Buch Wachs (2025) wurde sie mit dem Jean-Paul-Preis für ihr Gesamtwerk gewürdigt und erhielt 2026 den Literaturpreis der Darmstädter Jury. Kleine historische Ereignisse als literarische Basis Der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung zufolge findet Christine Wunnicke »minihistorische Ereignisse meist zufällig«. Diese Ereignisse bilden den Stoff für ihre Romane. In Wachs geht es etwa um ein 13-jähriges Mädchen, das Leichen kaufen will, um Anatomin zu werden. Der Roman spielt in Frankreich im 18. Jahrhundert. Die Akademie vergibt den Georg-Büchner-Preis an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben. Die Preisträger müssen »durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten« und »an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben«, heißt es in der Satzung. Der Preis wird vom Bund, dem Land Hessen und der Stadt Darmstadt finanziert. Die Preisverleihung soll nach Angaben einer Sprecherin der Akademie am 24. Oktober im Staatstheater in Darmstadt stattfinden.

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