Live-Karte zeigt, wo es gefährlich wird
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Herbststurm trifft NRW: Live-Karte zeigt Warnungen – bereits mehrere Bahnstrecken gesperrt
Von: Annika Ketzler, Hannah Decke
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Ein Sturmtief erreicht heute Nordrhein-Westfalen. Verbreitet werden starke bis stürmische Böen erwartet. Umgestürzte Bäume sorgen bereits für Einschränkungen im Bahnverkehr.
Hamm – Update vom 23. Oktober, 16.45 Uhr: Der erste Herbststurm des Jahres hat bereits vor dem erwarteten Höhepunkt den Bahnverkehr gestört. Mehrere Strecken in NRW sind wegen Sturmschäden gesperrt. Betroffen sind unter anderem Verbindungen im Raum Aachen, im Ruhrgebiet und am Niederrhein. Auf diesen Bahnstrecken kommt es aktuell zu Einschränkungen für Bahnreisende in NRW, wie das Portal zuginfo.nrw informiert:
Stolberg Hbf – Aachen Hbf: Sturmböen haben nahe Rothe Erde in Aachen eine Oberleitung beschädigt. Die Strecke ist seit dem Mittag gesperrt, voraussichtlich bis etwa 17 Uhr. Betroffen sind RE 1 (RRX), RE 9 und RB 20, es kommt zu Verspätungen und Teilausfällen. Zwischen Aachen Hbf und Stolberg Hbf fahren Busse als Schienenersatzverkehr.
Duisburg-Ruhrort – Oberhausen Hbf: Ein umgestürzter Baum liegt auf den Gleisen. Die Züge der Linie RE 36 halten laut Bahn am nächsten Bahnhof. Es gibt Verspätungen, Teilausfälle und Ausfälle. Ein Ende der Sperrung war zunächst nicht abzusehen.
Neuss Hbf – Meerbusch-Osterath: Auch hier ist ein Baum auf die Gleise gestürzt. Züge werden umgeleitet oder halten am nächsten Bahnhof. Die Sperrung könnte laut Bahn bis 23 Uhr dauern, ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. Betroffen sind RE 7 (Rheine–Münster–Hamm–Hagen–Wuppertal–Köln–Neuss–Krefeld), RE 10 (Düsseldorf–Krefeld–Geldern–Kleve) und RB 37 (Krefeld–Neuss).
Herbststurm trifft NRW: Live-Karte zeigt Warnungen – „Nicht draußen aufhalten“
Update vom 23. Oktober, 14.40 Uhr: Sturmtief Luise hat NRW erreicht. Vielerorts greifen ab 15 Uhr Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor Sturmböen bis 85 km/h. Die Städte rufen dazu auf, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. „Wir bitten euch, euch – wenn möglich – nicht draußen aufzuhalten“, warnte die Stadt Köln auf Instagram. Der Herbststurm hat bereits Auswirkungen auf den Bahnverkehr in NRW. Zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen Hauptbahnhof blockiert ein umgestürzter Baum die Strecke.
Die Stadt Dortmund schließt am Freitag den Westfalenpark (um 17 Uhr) und den Zoo (um 16.30 Uhr) früher. „Auch von einem Besuch des Botanischen Gartens zu dieser Zeit wird dringend abgeraten“, so die Stadtverwaltung. In Bochum fällt der Feierabendmarkt vorsorglich aus.
[Erstmeldung] Ein Sturmtief zieht von Westen heran und bringt in den kommenden Tagen Regen und kräftigen Wind nach Nordrhein-Westfalen. Am Freitag, 23. Oktober, kommt „Luise“ und bringt teils starke Sturmböen mit sich. Wer Garten und Balkon jetzt noch sichert, ist gut vorbereitet. Die Prognose der Meteorologen.
Das Wetter wird am Freitag überall in NRW ungemütlich. Losgehen soll es gegen Mittag, zum Abend hin wird der Wind dann noch einmal zulegen. Ein Blick auf das Windradar von Wetteronline zeigt, dass die stärksten Böen wohl in Regionen mit Höhenlagen, also vom Bergischen Land über das Sauer- bis ins Siegerland, erwartet werden. Außerdem ist der Westen der Eifel über den Niederrhein bis ins westliche Münsterland stärker betroffen als der Rest von NRW. Auf kräftigen Wind sollten sich aber alle Bewohner des bevölkerungsreichsten Bundeslandes einstellen.
Der Herbststurm kommt: Freitag wird es ungemütlich in NRW
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet am Freitag stark bewölkten bis bedeckten Himmel und zeitweise Regen. Verbreitet gibt es starke bis stürmische Böen, örtlich auch Sturmböen. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 und 15 Grad, in Hochlagen um 8 Grad. Wetteronline spricht von Windgeschwindigkeiten zwischen 60 und 80 km/h.
Die Windspitzen klingen für ein Sturmtief nicht sonderlich dramatisch. Trotzdem warnen die Meteorologen: Denn gerade jetzt können Bäume zum Problem werden. Sie sind meist noch belaubt und bieten dem Wind eine große Angriffsfläche. Äste können abbrechen, vereinzelt können Bäume umstürzen. Die Experten raten zudem, Garten und Balkon rechtzeitig sturmfest zu machen und lose Gegenstände zu sichern.
Samstag und Sonntag: Keine Ruhe in Sicht
In der Nacht zum Samstag sind im Bergland und im Nordwesten schwere Sturmböen möglich. Am Nordrand der Eifel und am nördlichen Niederrhein können einzelne orkanartige Böen auftreten, das gilt laut DWD jedoch als wenig wahrscheinlich. Am Samstag verlagert sich der Schwerpunkt des Sturms in den Norden. Doch auch in NRW weht der Wind laut DWD weiter aus Südwest mit starken bis stürmischen Böen, exponiert auch Sturmböen. Am Nachmittag lässt der Wind vorübergehend nach. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 und 14 Grad, im Bergland zwischen 7 und 10 Grad.
Am Sonntag sind einmal mehr stürmische Böen zu erwarten, in Höhenlagen Sturmböen. Dazu kommen Schauer, am Nachmittag teils mit Gewittern. Laut Wetteronline könnte ein weiterer Herbststurm für neuen Regen und kräftige Böen sorgen. Welche Regionen den stärksten Wind abbekommen, ist noch unsicher.