Live-Messe wird zur Tragödie: Pfarrer (†53) von Kruzifix erschlagen - eigenen Tod gestreamt
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Live-Messe wird zur Tragödie: Pfarrer (†53) von Kruzifix erschlagen - eigenen Tod gestreamt
Von: Markus Zwigl
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Ein Gottesdienst in Ecuador endet in einer Tragödie: Pater Patricio Alfredo Sánchez Molinari übertrug seine Gottesdienste regelmäßig selbst in den sozialen Netzwerken. Am Samstag wurde ausgerechnet eine dieser Live-Messen zum Drama: Ein großes Kruzifix löste sich hinter dem Altar und traf den Priester tödlich.
Guayaquil – Für viele Gläubige gehörte es offenbar dazu, Pater Patricio Alfredo Sánchez Molinari auch online bei seinen Gottesdiensten zu begleiten. Der katholische Priester aus Guayaquil in Ecuador übertrug seine Messen regelmäßig live über Facebook.
Pfarrer (†53) in Ecuador von Kruzifix erschlagen
Am Samstagabend (17. Oktober) lief deshalb auch der Gottesdienst aus der Kirche „Nuestra Señora del Perpetuo Socorro“ im Netz. Niemand konnte ahnen, dass diese Übertragung seinen letzten Gottesdienst zeigen würde.
Während der Messe – nach gut 27 Minuten sprach Pfarrer Molinari gerade die Fürbitte eines Gläubigen und antwortete darauf mit den Worten: „Herr, erhöre unser Gebet“ – löste sich plötzlich das große Holzkruzifix, das hinter dem Altar angebracht war. Es fiel herab und traf den Priester am Kopf. Pater Patricio starb an seinen Verletzungen. Die genaue Ursache dafür, warum sich das Kreuz löste, ist bislang unklar.
Nach Berichten aus Ecuador war es für den 53‑jährigen Priester nichts Ungewöhnliches, seine Gottesdienste in sozialen Netzwerken zu übertragen. Er feierte demnach regelmäßig um 19 Uhr Messe und ließ daran auch Menschen teilnehmen, die nicht persönlich in der Kirche sein konnten. Dadurch wurde auch der tödliche Unfall live übertragen. In den Aufnahmen ist zu hören, wie erschrockene Gottesdienstbesucher sofort um Hilfe rufen.
Video weiterhin auf Facebook zu finden
Die Aufnahme der Messe beziehungsweise Ausschnitte daraus sind weiterhin auf Facebook und anderen Plattformen zu finden. Aus Pietätsgründen verzichten wir darauf, das Video direkt in diesem Artikel einzubetten. Wer sich dennoch selbst ein Bild machen möchte, findet die Aufnahme über [diesen Facebook-Link].
Trauer um Pater Patricio Sánchez
Nach seinem Tod veröffentlichten kirchliche Stellen und Wegbegleiter Trauerbotschaften. In einer davon heißt es sinngemäß: „Mit Trauer und tiefem Schmerz teilen wir diese unerwartete Nachricht. Wir bitten um Gebete für seine ewige Ruhe.“ Weiter heißt es, gemeinsam bete man für Pater Patricio Sánchez und darum, dass Gott ihn „in seine Herrlichkeit aufnehme“.
Auch die Erzdiözese Guayaquil bestätigte seinen Tod und sprach seiner Ordensgemeinschaft, seiner Familie und seinen Freunden ihr Mitgefühl aus. Eine Traueranzeige beziehungsweise ein Gedenkpost zu seinem Tod wurde ebenfalls auf Facebook veröffentlicht:
Gemeinde verliert ihren Priester
In den Reaktionen auf seinen Tod wird deutlich, dass Pater Patricio für viele Menschen mehr als nur der Priester ihrer Gemeinde war. Lokale Medien berichten von zahlreichen Beileidsbekundungen; Gläubige beschrieben ihn unter anderem als Freund und engagierten Missionar.
Was genau dazu führte, dass sich das schwere Kreuz löste, war zunächst weiter unklar. Die Erzdiözese und die Polizei machten dazu bislang keine konkreten Angaben.