Live-Ticker Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Um 13:30 Uhr will Kanzler Friedrich Merz sprechen
Sachsen-Anhalt-Wahl im Live-TickerAfD-Spitzen erklären ihre Pläne für Deutschland
Nach dem Erdrutsch-Sieg bei der Landtagswahl will die AfD will in Sachsen-Anhalt regieren.
Sollte es dazu kommen, wäre das historisch. Für eine Alleinregierung der als rechtsextremistisch eingestuften Partei reicht es nicht. Für Bundeskanzler Friedrich Merz (70, zeitgleich CDU-Chef) wird es derweil immer bedrohlicher.
Liveblog: Historische Wahl in Sachsen-Anhalt
Wichtige Updates
Annika Redmer
Das ist das vorläufige Wahlergebnis
Die AfD hat die Wahl in Sachsen-Anhalt mit großem Vorsprung gewonnen, die absolute Mehrheit nach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis am frühen Montagmorgen aber verfehlt:
AfD: 43, 8 %
CDU: 17,2 %
SPD: 9,3 %
Grüne: 8,9 %
Linke: 8,6 %
BSW: 5,3 %
FDP: 2,6 %
Die Wahlbeteiligung lag bei 77,8 Prozent.
Annika Redmer
Bundesregierung will Wahl-Ausgang nicht kommentieren
Die Bundesregierung will den Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nicht kommentieren. Die Bundesregierung mache den Menschen Angebote, unter anderem Deutschland als erfolgreichen Wirtschaftsstandort zu erhalten und zukunftsfähige Sozialsysteme zu schaffen, sagt der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. „Das ist unser Weg." Im Übrigen mache die Bundesregierung keine Politik für ein einzelnes Bundesland, sondern für ganz Deutschland.
Annika Redmer
Türkische Gemeinde warnt vor mehr Gewalt nach AfD-Wahlsieg
Nach dem Wahlerfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fordert die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) einen besseren Schutz für Menschen, die von rechtsextremer Gewalt bedroht sein könnten. „Es geht jetzt nicht um abstrakte Prozentzahlen. Es geht um konkrete Menschen, die sich an diesem Morgen fragen, ob sie auf der Straße noch sicher sind", sagte die TGD-Bundesvorsitzende Mehtap Caglar laut einer Mitteilung.
Niemand dürfe zur Zielscheibe werden, weil er für einen Migranten gehalten werde, einer anderen Religion angehöre, queer sei oder nicht in das „völkische Weltbild der extremen Rechten" passe. Als queer bezeichnen sich Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.
Der Staat dürfe nicht abwarten, „bis aus politischen Drohungen konkrete Gewalt wird", sagte der TGD-Bundesvorsitzende Gökay Sofuoglu. „Demokratische Verantwortung beweist sich genau jetzt: indem wir diejenigen schützen, die zur Zielscheibe gemacht werden", sagte Sofuoglu. Die TGD appelliere deshalb an die demokratischen Fraktionen im neu gewählten Landtag, die Bundesregierung und die Länder, die „Brandmauer" gegen die AfD aufrechtzuerhalten.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche