Live-Ticker zum Fall Fabian aus Güstrow: Nächtliche Treffen, Nacktbilder und Schulden - Gina H. sagt über ihre Männer-Kontakte aus
Live-Ticker: Mordprozess um getöteten FabianNächtliche Treffen, Nacktbilder und Schulden – Gina H. sagt über ihre Männer-Kontakte aus
Gina H. bricht ihr Schweigen!
Im Prozess um den getöteten Fabian aus Güstrow äußert sich am 24. August erstmals die Angeklagte vor dem Landgericht Rostock. Die Anklage wirft ihr vor, den Achtjährigen mit einem Messer getötet zu haben. Fabian verschwand am 10. Oktober 2025 und wurde vier Tage später tot aufgefunden – ausgerechnet von Gina H. selbst. Alle Entwicklungen im Prozess lest ihr im Live-Ticker auf RTL.de.
Alle Details zum Prozess im Live-Ticker
Wichtige Updates
Johanna Kroke
Christian D. habe die Angeklagten zum Fundort geführt
Drei Tage nach Fabians Verschwinden, fährt Gina H. mit Christian D. zu dem Tümpel, an dem kurz darauf die Leiche des Kindes gefunden wird. Zur Fahrt am 13. Oktober sagt die Angeklagte: „Wir hatten kein festes Ziel und wollten nur Zeit verbringen."
Sie habe einfach gewollt, dass D. sehe, wie sehr sie sich für Fabian einsetze. Die Gegend für die Suche sei „natürlich Quatsch“ gewesen, meint Gina H. In der Nähe des Ortes Klein Upahl zu suchen, sei ein Tipp aus dem Internet gewesen.
„Ich bin so gut wie nachtblind und kann mich im Dunkeln schwer orientieren. Keiner hätte damit gerechnet, dass wir Fabian finden würden. Wir wollten Zeit miteinander verbringen. Wenn ich wirklich Fabian hätte suchen wollen, hätte ich das bestimmt nicht in der Nacht getan. Und nicht mit dem Mann, mit dem ich nicht gesehen werden sollte."
Die Bezeichnung für den Tümpel als „Schweinesule" sei zuerst von Christian D. gekommen. Er sei es gewesen, der Gina H. dort hingeführt habe, erklärt sie.
Johanna Kroke
Angeklagte bastelt Collage für Vermisstenmeldung
Am 10.10. habe Gina H. abends eine Collage mit sechs Fotos erstellt und der Überschrift „Hat jemand Fabian gesehen? Bitte meldet euch bei der Polizei". Dazu erklärt die 30-Jährige: „Da ich von Natur aus pessimistisch denke, habe ich mir vorgestellt, dass Fabian etwas Schlimmes passiert sein müsste."
Mit Christian D. habe sie schon am 10.10. schlimmste Szenarien durchgespielt. Dass Fabian zum Beispiel von Wildschweinen gefressen werden könnte. Das sei der Grund für ihre Google-Suche am nächsten Morgen. Weswegen Christian D. das nicht ausgesagt habe, wisse sie nicht.
Johanna Kroke
Verabredung mit Fabians Vater am Tattag
In ihrer Einlassung erklärt Gina H. nun Details zu ihrem Tagesablauf vom 10. Oktober 2025, dem Tag von Fabians Verschwinden. Dabei geht sie auf Punkte ein, die zuvor im Prozess angeführt wurden.
So sei Gina H. mit Fabians Vater Matthias R. an diesem Abend (10. Oktober 2025) verabredet gewesen. Das sei bereits vor dem Verschwinden des Achtjährigen geplant gewesen. Fabian habe seinen Vater erst am Samstag (11. Oktober) besuchen sollen.
Johanna Kroke
Handyauswertung werde ihre Aussage bestätigen
„Ich bin vom Bolzsee direkt zur Schule meines Sohnes gefahren. Ich bin ganz bestimmt nicht zum Tümpel gefahren", betont Gina H. besonders deutlich. Dazu habe sie auch keine Zeit gehabt. „Ich habe die Auswertung des Handys gelesen, was das bestätigen wird."
„Richtig konzentrieren konnte ich mich nicht. Auch weil ich an das spätere Treffen mit Christian dachte." Welchen Weg Gina H. genau genommen habe, um wieder zur Hauptstraße zu kommen, wisse sie nicht mehr. „Ich kenne mich dort nicht aus. Ich bin eingestiegen und geradeaus gefahren. Ich habe einfach darauf gehofft, dass dieser Weg auf die Hauptstraße mündet. Dass der Weg am Tümpel vorbeiführt, konnte ich nicht wissen, da ich mich dort nicht auskenne. Genau in dieser Gegend war ich bisher nicht, aber in der Nähe."
Fabian (8) aus Güstrow verschwand am 10. Oktober 2025. Vier Tage später wurde seine Leiche von der Angeklagten Gina H. an einem Tümpel in einem Waldstück bei Klein Upahl gefunden. Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus. Laut der Anklage starb Fabian durch mehrere Messerstiche. Der Leichnam soll teilweise verbrannt worden sein, offenbar um Spuren zu verwischen.
Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen
Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über eure Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.
Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.
Anfang November 2025 wurde Gina H., die ehemalige Partnerin von Fabians Vater, als Tatverdächtige festgenommen. Gegen sie wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen, seither befindet sie sich in Untersuchungshaft. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll sie Fabian am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter gelockt, mit ihm zu einem abgelegenen Tümpel nahe Klein Upahl gefahren und ihn dort mit mehreren Messerstichen getötet haben. Anschließend soll sie versucht haben, Spuren zu verwischen, indem sie den Leichnam in Brand setzte. Diese Vorwürfe sind bislang nicht rechtskräftig festgestellt.