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Live-Ticker zum Fall Fabian aus Güstrow: Wie lange lebte Fabian am Tag seines Verschwindens?

Nation

Live-Ticker: Mordprozess um getöteten JungenWie lange hat Fabian (†8) am Tag seines Verschwindens noch gelebt?

Könnten drei Kinder den Fall Fabian auf den Kopf stellen?

Die jungen Zeugen wollen den Achtjährigen am 10. Oktober 2025 in Güstrow noch gesehen haben – zu einem Zeitpunkt, zu dem er nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft bereits tot gewesen sein soll. Und auch Gina H. will erneut sprechen. Die Anklage wirft ihr vor, den Achtjährigen mit einem Messer getötet zu haben. Fabian verschwand am 10. Oktober 2025 und wurde vier Tage später tot aufgefunden – ausgerechnet von Gina H. selbst. Alle Entwicklungen im Prozess lest ihr im Live-Ticker auf RTL.de.

Alle Details zum Prozess im Live-Ticker

Wichtige Updates

Nele Hasselbusch

26. Prozesstag: Gina H. will erneut sprechen und drei Kinder sagen aus

Heute will Gina H. erneut vor Gericht sprechen. Nach Angaben ihres Verteidigers wird die Angeklagte eine zwei bis drei Seiten lange Ergänzung zu ihrer bisherigen Einlassung vorlesen. Ihr Verteidiger Andreas Ohm erklärt im RTL-Interview, dass ihr noch einige Punkte eingefallen seien. Sie will unter anderem erklären, warum sie am Vormittag des 10. Oktober für einige Minuten mit ihrem Auto in der Straße von Fabians Wohnung stand. Auch die Vorbereitung auf die angekündigte Befragung in der kommenden Woche laufe bereits.

Außerdem werden heute drei Kinder als Zeugen erwartet. Sie wollen Fabian am 10. Oktober 2025 in Güstrow gesehen haben. Ihre Aussagen könnten von großer Bedeutung sein: Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft war der Achtjährige zu diesem Zeitpunkt bereits tot. Die Kinder sollen per Video in den Gerichtssaal zugeschaltet werden.

Nele Hasselbusch

"Wir waren bisschen befreundet“

Die erste Zeugenbefragung beginnt. "Heute passiert überhaupt nichts Schlimmes. Außer, dass du einen coolen, schulfreien Tag hast", erklärt Richter Schütt dem Jungen, der in die fünfte Klasse geht. "Den Fabian, der in der Schule war, den kannte ich", erklärt er. Fabian sei eine Klasse unter ihm gewesen. "Wir waren bisschen befreundet". "Mit Fabian ist was passiert und wir wollen herausfinden, was passiert ist", beginnt Schütt behutsam.

Der Junge berichtet, Fabian zweimal gesehen zu haben – einmal beim Bäcker und später an der Kirche. Zunächst ist er unsicher, ob das am Donnerstag oder Freitag war. Auf Nachfrage von Richter Schütt sagt er schließlich: "Ich glaube, eher Freitag.“ Nach Schulschluss um 12.30 Uhr sei er mit einem Freund essen und anschließend Pokémon-Karten kaufen gegangen. Auf diesem Weg habe er Fabian allein mit seinem Fahrrad gesehen. Der 10. Oktober, der Tag von Fabians Verschwinden, war ein Freitag.

Zur Kleidung erinnert sich der Junge an ein T-Shirt, einen Pullover und vermutlich eine Jeans, die Farbe des Pullovers weiß er nicht mehr. Am Freitagvormittag habe er Fabian nicht in der Schule gesehen, am Donnerstag dagegen schon.

Auf Nachfrage der Verteidigung berichtet der Zehnjährige außerdem, worüber er sich früher mit Fabian unterhalten habe. Meist sei es um Video- oder andere Spiele gegangen. Dass Fabian vor etwas Angst gehabt oder ihn etwas bedrückt habe, habe er ihm nicht erzählt. Damit ist die Befragung des ersten Kinderzeugen beendet. Bis 10.30 Uhr macht das Gericht Pause.

Nele Hasselbusch

Gina H.s Einlassung verschoben

Die angekündigte ergänzende Einlassung von Gina H. wird zunächst zurückgestellt. Der erste der drei heute geladenen jungen Zeugen wartet bereits und ist laut Holger Schütt sehr aufgeregt. Die Kinder sollen nacheinander um 9.30 Uhr, 10.30 Uhr und 11.30 Uhr befragt werden. Gina H.s Ergänzung könnte zwischen den Vernehmungen vorgelesen werden.

Nele Hasselbusch

Technisches Problem bei Handydaten

Zum Auftakt des 26. Prozesstages berichtet Richter Holger Schütt über ein Problem bei der Auswertung weiterer Bewegungsdaten. Auch das Handy von Christian D. sollte für den Zeitraum vom 9. bis 13. Oktober untersucht werden. Er habe sein Smartphone gestern freiwillig zur Verfügung gestellt. Doch die installierte Software sei zu neu und könne derzeit von der Forensik nicht ausgewertet werden. „Das kann möglicherweise in einem halben Jahr anders sein“, erklärt Schütt.

Fabian (8) aus Güstrow verschwand am 10. Oktober 2025. Vier Tage später wurde seine Leiche von der Angeklagten Gina H. an einem Tümpel in einem Waldstück bei Klein Upahl gefunden. Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus. Laut der Anklage starb Fabian durch mehrere Messerstiche. Der Leichnam soll teilweise verbrannt worden sein, offenbar um Spuren zu verwischen.

Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über eure Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Anfang November 2025 wurde Gina H., die ehemalige Partnerin von Fabians Vater, als Tatverdächtige festgenommen. Gegen sie wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen, seither befindet sie sich in Untersuchungshaft. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll sie Fabian am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter gelockt, mit ihm zu einem abgelegenen Tümpel nahe Klein Upahl gefahren und ihn dort mit mehreren Messerstichen getötet haben. Anschließend soll sie versucht haben, Spuren zu verwischen, indem sie den Leichnam in Brand setzte. Diese Vorwürfe sind bislang nicht rechtskräftig festgestellt.

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