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Liverpool gewinnt auch Dank Wirtz gegen Villarreal

Sport

Der wahre Wert von Florian Wirtz wurde in der 2. Halbzeit beim Champions-League-Spiel zwischen dem FC Liverpool und dem FC Villarreal deutlich.

Denn die drei teuersten Neuzugänge der Vereinsgeschichte, Alexander Isak (125 Millionen Pfund), Bradley Barcola (106 Millionen Pfund) und Florian Wirtz (100 Millionen Pfund) mussten beim unterhaltsamen 4:3 (1:2) -Erfolg gegen das spanische Top-Team zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Belastungssteuerung bremste die Top-Stars aus

Anders als einige Kritiker des deutschen Nationalspielers auf der Insel annehmen könnten, handelte es sich dabei aber nicht um eine Zwangs-Pause für Wirtz. Belastungssteuerung in anstrengenden (Fußball-) Zeiten gehört auch an der Anfield Road bei Trainer Andoni Iraola zum Alltag.

"Sie hätten wahrscheinlich von Beginn an spielen können, ja, aber ich wollte das Risiko nicht eingehen, und außerdem waren sie neulich am Ende des Spiels wirklich erschöpft", sagte Liverpool-Coach Iraola nach Abpfiff. Die Partie gegen Villarreal war die vierte innerhalb von zehn Tagen.

Als Wirtz in der zweiten Hälfte dann mitspielen durfte, nahm die Partie nicht zuletzt durch die strukturierte Spielweise des deutschen Nationalspielers eine Wende. Er gab den Regisseur im Mittelfeld, bestimmte das Tempo und ordnete die Offensivbemühungen.

Wirtz sorgt für die Vorentscheidung

Villarreal lag nach einem schwachen Start von Liverpool zunächst durch Tore von Georges Mikautadze (4.) und Sergi Cardona (29.) vorne. Liverpool kam dann etwas glücklich durch die Tore von Alexis Mac Allister (36.) und Ronald Araújo (45.+2) noch vor der Pause zum Ausgleich.

Aufgrund der zweiten Hälfte war der Sieg nach Rückstand aber hochverdient. Mac Allister (65.) brachte die "Reds" nach schöner Vorarbeit des erst 18-jährigen Rio Ngumoha in Führung, bevor Wirtz wenig später für die Vorentscheidung sorgte (68.). Der Deutsche nahm ein scharfes Zuspiel von Cody Gakpo mit wenig Platz im gegnerischen Strafraum in "Wirtz-Manier" an und traf direkt mit dem zweiten Kontakt trocken zum 4:2. Tanitoluwa Oluwaseyi (87.) gelang nur noch der späte Anschlusstreffer für die Gäste.

Gulacsi - "Erwartest, was mitzunehmen"

Der frühere Leipziger Keeper Peter Gulacsi, der seit diesem Sommer im Tor von Villarreal steht, sagte bei "beIN SPORTS": "Wenn du in der Champions League drei Tore schießt, erwartest du, etwas mitzunehmen - auch an der Anfield Road. Nach unserer 2:0-Führung hätten wir das Spiel etwas besser kontrollieren können. Diese Phase war wahrscheinlich frustrierender als die Gegentore selbst."

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