Liveticker 1. Bundesliga: SV Elversberg gegen RB Leipzig 24. Oktober 2026
Die SV Elversberg auswärts und die SVE zu Hause sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. An diesem Samstagnachmittag verloren die Saarländer bei RB Leipzig mit 0:4 – gegen eine Mannschaft, die überwiegend aus Reservisten bestand. In den zehn Minuten vor der Pause hatte die SVE ihre beste Phase, doch am Ende war es nur brotlose Kunst.
Vincent Wagner änderte seine Startelf nach dem 4:3-Sieg gegen den FC Augsburg auf einer Position. Noah Darvich konnte wegen muskulärer Probleme gar nicht mit nach Leipzig fahren. Für ihn spielte Frederik Schmahl erstmals von Beginn an in der Bundesliga. Der 23-Jährige war vor zwei Wochen bei Union Berlin erstmals eingewechselt worden und hatte am vergangenen Samstag gegen Augsburg mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 4:2 für Aufsehen gesorgt.
SVE-Fußballgott Luca Schnellbacher stand erstmals in dieser Saison nicht im Kader. Es war auch das erste Mal seit seinem Wechsel 2020 von Preußen Münster nach Elversberg, dass Schnellbacher aus sportlichen Gründen nicht zum Aufgebot gehörte. Leipzigs Trainer Martin Demichelis änderte seine Startelf nach der 1:4-Niederlage am vergangenen Mittwoch bei Real Madrid gleich auf acht Positionen. Unter anderem saß Stammtorhüter Maarten Vandevoordt nur auf der Bank. Für ihn spielte Ersatztorhüter Örjan Nyland. Leipziger Journalisten bezeichneten die Aufstellung vor dem Spiel als sehr riskant.
Den Elversbergern war es völlig schnuppe, wer da auf der anderen Seite stand. Die Wagner-Elf rannte vor 41.129 Zuschauern im ehemaligen Zentralstadion bedingungslos nach vorne und stellte RB schon am eigenen Strafraum zu. Es kam aber nichts dabei herum. Das erhoffte Spektakel mit temporeichem Hin und Her gab es in der Anfangsphase nicht. In der 21. Minute hatte die SVE die erste Torchance des Spiels. Nach einer Flanke von Lukas Petkov schoss Maurice Krattenmacher direkt und zwei Meter über das Tor. In der 25. Minute schlenzte Leipzigs Antonio Nusa den Ball im SVE-Strafraum einen Meter über das Tor. Mehr passierte in der ersten halben Stunde nicht.
Statt einer Offensivschlacht war es kontrolliertes Rasenschach. In der 36. Minute probierte es David Mokwa einfach mal aus der zweiten Reihe und hielt aus 25 Metern drauf. Nyland musste eine Glanzparade auspacken, um den Ball über die Querlatte zu lenken. Zwei Minuten später scheiterte Mokwa nach einem Konter erneut an Nyland. In der 44. Minute setzte sich Krattenmacher im RB-Strafraum durch, doch seine Hereingabe wurde geblockt. So stark die erste Halbzeit für die SVE aufhörte, so schwach fing die zweite an. Nusa setzte sich in der 48. Minute vor dem SVE-Strafraum durch und passte auf den freistehenden Tidiam Gomis, der den Ball flach zum 1:0 ins Tor schob. In der 57. Minute wäre Gomis fast der Doppelpack gelungen. Nach einem Konter scheiterte er im Eins-gegen-Eins an Nicolas Kristof. Zuvor verletzte sich Jan Gyamerah im Laufduell mit Gomis und musste mit einer Muskelverletzung im hinteren Oberschenkel raus.
Für ihn kam Luca Sirch. Gleichzeitig brachte Wagner Raif Adam für Krattenmacher. Die SVE fand aber nicht zu ihrem Spiel. Im Gegenteil: In der 66. Minute erhöhte Rômulo auf 2:0. Ein Tor, das sinnbildlich für das SVE-Spiel war. Vorne traf Petkov die falsche Entscheidung und verlor den Ball. Nach dem langen Ball von Gomis kam Pinckert Rômulo nicht hinterher, und beim Schuss des Leipzigers aus 13 Metern wurde Kristof auch noch getunnelt. Es lief einfach nicht für die SVE. Aufgeben war aber keine Option. Wagner brachte Francis Onyeka und Noel Futkeu für Schmahl und Mokwa. Doch Leipzig machte den Deckel drauf. In der 84. Minute flankte der eingewechselte RB-Spielmacher Brajan Gruda auf den ebenfalls eingewechselten Christoph Baumgartner, und der Österreicher köpfte zum 3:0 ein. In der Nachspielzeit setzte Rômulo mit seinem zweiten Treffer zum 4:0 den Schlusspunkt in einem Spiel, das den Elversbergern nach einer guten ersten Halbzeit völlig entglitt. Viel Zeit für Enttäuschung bleibt der Wagner-Truppe aber nicht. Bereits am kommenden Dienstag, 27. Oktober, um 20.45 Uhr empfängt die SVE in der zweiten Runde des DFB-Pokals den SV Darmstadt 98.