Liveticker zum Waldbrand im Müritz-Nationalpark am Freitag
Stand: 17.07.2026 10:36 Uhr Die Brandbekämpfung im Müritz-Nationalpark dauert an: Die rund 400 Einsatzkräfte sind vor Ort. Das Brandgebiet umfasst inzwischen rund 360 Hektar Waldfläche. Einen Katastrophenfall hat der Landkreis bislang nicht ausgerufen. Die Ereignisse am Freitag im Überblick: Regen könnte Brandbekämpfung erleichtern Für das Waldbrandgebiet im Müritz-Nationalpark wird im Laufe des Freitagnachmittags Regen erwartet. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sind im Zuge möglicher Gewitter örtlich 25 bis 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde möglich. Ob und in welchem Umfang das Brandgebiet tatsächlich getroffen wird, ist jedoch noch unklar. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte will die weitere Wetterentwicklung abwarten. Große Solidarität für Einsatzkräfte Während die Löscharbeiten andauern, erhalten die rund 400 Einsatzkräfte Unterstützung aus der Region. Nach Angaben des Bürgermeisters von Kratzeburg, Guntram Wagner von der Wählergemeinschaft Kratzeburg, bringen Anwohner Kuchen, Getränke und Süßigkeiten zur Einsatzzentrale. Das Feuer ist weiterhin nicht gelöscht, die Lage im Müritz-Nationalpark bleibt angespannt. Landrat: Hubschrauber haben Einsatzkräfte entlastet In der morgendlichen Lagebesprechung hat der Landrat Thomas Müller (CDU) den gestrigen Einsatz der Bundeswehrhubschrauber als deutliche Entlastung für die Feuerwehr im Kampf gegen den Waldbrand bezeichnet. Das Feuer brennt als Bodenfeuer weiter. Weil sich im betroffenen Gebiet noch Munition befindet, dürfen die Einsatzkräfte die Brandherde nicht direkt erreichen und müssen einen Sicherheitsabstand von rund einem Kilometer einhalten. Das erschwert die Löscharbeiten erheblich. Die Brandfläche ist inzwischen auf etwa 363 Hektar angewachsen. Bahnstrecke Berlin-Rostock nicht gefährdet Derzeit ist es im Brandgebiet windstill. Im Tagesverlauf wird jedoch Westwind erwartet. Dadurch könnte sich die Lage für die weiterhin evakuierte Ortschaft Granzin wieder verschärfen. Nach Angaben des Landrats ist die Bahnstrecke Berlin-Rostock derzeit nicht gefährdet. Weiteres Vorgehen Die Beregnungsanlagen sollen heute mit voller Leistung laufen, um den Boden rund um die Brandherde feucht zu halten und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Zudem sollen am Freitag erneut Bundeswehr-Hubschrauber die Löscharbeiten aus der Luft unterstützen - abhängig von Wetter und Wind. Was über Nacht geschah Die Einsatzkräfte haben den Waldbrand im Müritz-Nationalpark in der Nacht weiter bekämpft. Rund 400 Feuerwehrleute und Helfer waren im Einsatz. Das Feuer breitet sich zwar weiterhin aus, allerdings deutlich langsamer als in den vergangenen Tagen. Das Brandgebiet umfasst inzwischen rund 360 Hektar. Der Brand ist mittlerweile vollständig mit sogenannten Kreisregnern eingekesselt. Donnerstag im Überblick Der Waldbrand breitete sich am Donnerstag auf rund 320 Hektar aus. Mehr als 400 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen, unterstützt von Bundeswehrhubschraubern, die Löschwasser aus umliegenden Seen auf besonders gefährdete Bereiche abwarfen. Wegen der Munitionsbelastung im ehemaligen Truppenübungsplatz konnten die Brandherde jedoch weiterhin nicht direkt bekämpft werden. Kreisregner halfen dabei, das Feuer einzudämmen. Die Einsatzkräfte setzten zudem auf den angekündigten Regen, der die Löscharbeiten erleichtern könnte.