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LKA-Auswertung: Mindestens 12.000 Strafverfahren gegen ausreisepflichtige Migranten

Allgemein

Eine Auswertung der Listen der Zentralen Ausländerbehörden Unna und Coesfeld mit den Daten 6800 ausreisepflichtiger Migranten aus dem Irak und Westbalkanstaaten hat mindestens 12.000 Ermittlungsverfahren ergeben. Das geht nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ aus einer Abfrage des Landeskriminalamts (LKA) NRW im Polizeisystem VIVA hervor.

Darunter sind elf Straftaten gegen das Leben, zahlreiche Drogendelikte, Betrügereien, Einbrüche, bandenmäßige sowie Laden- und Taschendiebstähle, Raubüberfälle und Fälle gefährlicher Körperverletzung. Die genaue Aufschlüsselung der Fälle ist erst für die kommenden Tage zu erwarten. Auch ist noch unklar, welche der Verfahren letztlich zu einem Schuldspruch führten.

Gegen 2100 Personen auf den Listen – also fast jede Vierte – wird oder wurde den Informationen zufolge ermittelt.

Allein in Köln gab es 1600 Ermittlungsverfahren

Ferner hat das LKA nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ allein für die sogenannte Liste Coesfeld in Köln knapp 1600 Ermittlungsverfahren festgestellt. Die entsprechende Tabelle liegt dieser Zeitung vor. Auf 21 Seiten zählen die LKA-Analytiker mehr als 160 Beschuldigte auf, die auf der Liste stehen.

Auch hier reicht das Register von zahlreichen Eigentumsdelikten wie Einbrüchen und Taschendiebstahl bis hin zu Vergewaltigung einer Widerstandsunfähigen, Kindesmissbrauch, sexueller Nötigung, Widerstand gegen Vollzugsbeamte, Betrügereien, Geldfälschung, bandenmäßiger Hehlerei mit Autos, Kfz-Diebstahl, Verstößen gegen das Waffengesetz, räuberischer Erpressung sowie Handel mit Heroin und Crack am Neumarkt. Dabei häuften manche Clans mehr als 150 Strafeinträge an. Mehrere Intensivtäter wurden allein mehr als 60-mal aktenkundig. Auch Bagatelldelikte wie Schwarzfahren oder Hausfriedensbruch zählen dazu.

Während die Kölner Polizei für den Zeitraum von November 2024 bis heute 152 Tatverdächtige von der Liste Coesfeld und knapp 570 Straftaten bei einer Abfrage im VIVA-System zutage förderte, hat das LKA NRW tiefer gegraben. So wurde ein Abgleich seit dem Jahr 2016 durchgeführt.

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