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Lockheed Martin stellt kostengünstigen Patriot-Abfangflugkörper PAC-3 ACE vor

Wirtschaft

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hat auf der heute beginnenden Farnborough International Airshow in der Nähe von London einen neuen Boden-Luft-Flugkörper mit der Bezeichnung PAC-3 Adapted Capability Effector (PAC-3 ACE) vorgestellt. Der neue Abfangflugkörper solle das Patriot-Luftverteidigungssystem um eine deutlich kostengünstigere Option ergänzen und nach Angaben des Unternehmens weniger als die Hälfte einer PAC-3 MSE (Missile Segment Enhancement) kosten. Die PAC-3 ACE basiert den Angaben zufolge auf dem Feuerleit- und Einsatzkonzept der PAC-3-Familie und sei mit dem Patriot-Waffensystem sowie dem Integrated Battle Command System (IBCS) kompatibel. Dadurch soll laut Mitteilung die Entwicklung beschleunigt und eine rasche Einführung in die Streitkräfte ermöglicht werden. Nach Angaben von Lockheed Martin ist der Flugkörper für die Abwehr eines breiten Bedrohungsspektrums ausgelegt. Dazu zählen klassische Luftziele, Marschflugkörper sowie ballistische Flugkörper kurzer und kürzester Reichweite. Mit der neuen Variante reagiert der Konzern nach eigenen Angaben auf den steigenden Bedarf nach kosteneffizienten Abfangflugkörpern, die sich in großen Stückzahlen beschaffen und bevorraten lassen. Für die Entwicklung und spätere Produktion der PAC-3 ACE will Lockheed Martin nach eigenen Angaben mit Industriepartnern und Zulieferern aus den USA und Europa zusammenarbeiten. Das Unternehmen sieht darin einen Beitrag zur Stärkung der transatlantischen Kooperation sowie zur Erhöhung der Resilienz der Verteidigungsindustrie. Ein zentrales Ziel des Programms sei die Senkung der Kosten pro Bekämpfungsvorgang, ohne auf die aus Sicht des Herstellers bewährte Leistungsfähigkeit der PAC-3-Familie zu verzichten. Gleichzeitig soll die Verfügbarkeit einsatzbereiter Lenkflugkörper erhöht werden.

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