Logistik: Warum jetzt auch auf billige Pakete aus dem Ausland Zoll fällig wird
Düsseldorf. Günstige Waren aus dem Ausland könnten ab 1. Juli nicht mehr ganz so günstig sein. Denn in der EU ändern sich Zoll-Regeln. Wer aus Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören, Waren bestellt, muss grundsätzlich Zoll zahlen. Bislang galt eine Ausnahme für günstige Lieferungen. Diese entfällt jetzt. Auch für Bestellungen mit einem Wert unter 150 Euro wird nun eine Zollabgabe fällig. Pro Warengruppe werden pauschal drei Euro berechnet. Das heißt, für drei in einem Paket versendete T-Shirts im Wert von 30 Euro werden insgesamt drei Euro Zoll fällig. Kommt zum Beispiel ein günstiges Kinderspielzeug dazu, werden drei weitere Euro Zollgebühr fällig, also insgesamt sechs Euro. Damit rechnen Experten. Sie gehen nicht davon aus, dass Verkäufer die Mehrkosten übernehmen. Zwar sind Verkäufer oder Importeure für die Anmeldung und Zahlung der Abgabe verantwortlich, wie die EU-Kommission erklärt. Die Händler können die Zollpauschale aber an den Verbraucher weiterreichen - und gerade bei sehr günstigen Produkten kann dies ins Gewicht fallen, wie das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland warnt.