Logitech G Yeti 2: Das Mikrofon mit dem lauschenden Yeti auf dem Display
Logitech G legt das Yeti neu auf und spendiert dem USB-Mikrofon einen 3D-Näherungssensor, der Pegel, Klang und Richtcharakteristik automatisch anpasst. Hinzu kommen eine KI-Rauschunterdrückung, ein interaktives 1,3-Zoll-Farbdisplay mit lauschendem Yeti-Avatar und eine integrierte Signalverarbeitung mit 24 Bit bei 48 kHz.
Mikrofon grundlegend erneuert
Mit dem Blue Yeti 2 legt Logitech sein bekanntes USB-Mikrofon neu auf und verpasst der Yeti-Serie dabei eine umfassende technische Überarbeitung. Äußerlich bleibt das neue Modell dem klassischen Design des ursprünglichen Yeti treu, unter der Haube sollen zahlreiche Neuerungen jedoch für eine höhere Aufnahmequalität und eine einfachere Bedienung sorgen.
Damit will Logitech das Mikrofon als vielseitige Komplettlösung für Gaming, Streaming, Podcasts, ASMR-Aufnahmen und Musikproduktionen etablieren. Überarbeitet wurden auch die Bedienelemente: An der Vorderseite sitzt ein haptischer Drehregler, über den sich Einstellungen direkt am Mikrofon vornehmen lassen. Eine kapazitive Stummschalttaste ergänzt die Bedienmöglichkeiten.
Der Anschluss an den Computer erfolgt über USB-C, während ein integrierter 3,5-mm-Kopfhörerausgang die direkte Kontrolle des Audiosignals ermöglicht. Logitech verspricht dabei ein latenzfreies Monitoring in Echtzeit. Für die Aufstellung auf dem Schreibtisch liegt dem Mikrofon ein Standfuß bei. Wer stattdessen einen Mikrofonarm bevorzugt, kann das Yeti 2 über das integrierte 5/8-Zoll-Gewinde an einem geeigneten Modell befestigen.
Wichtigsten Einstellungen werden per Display direkt am Mikrofon angezeigt
Eine weitere Neuerung findet sich direkt am Mikrofongehäuse: Ein integriertes 1,3-Zoll-Farbdisplay informiert über die aktuellen Aufnahmebedingungen und zeigt unter anderem den Eingangspegel sowie die gewählte Richtcharakteristik an. Damit sollen sich die wichtigsten Einstellungen unmittelbar am Gerät kontrollieren lassen, ohne dafür auf die Software zurückgreifen zu müssen. Über Logitech G Hub lässt sich die Benutzeroberfläche des Displays zudem individuell gestalten. Zur Wahl steht auch ein Yeti-Avatar, dessen Gesichtsausdruck anzeigt, wie sich das vom Nutzer eingesprochene Audiosignal aktuell anhört.
Drei Kondensatorkapseln sollen für eine gute Aufnahmequalität sorgen
Bei der eigentlichen Audioaufnahme setzt Logitech auf ein nach eigenen Angaben neu entwickeltes System aus drei Kondensatorkapseln, das eine Auflösung von bis zu 24 Bit bei einer Abtastrate von 48 kHz ermöglicht. Der Hersteller verspricht eine entsprechend detailreiche und natürliche Wiedergabe der Stimme. Bei aller überschwänglichen Anpreisungen bleibt die Pressemitteilung allerdings eine der wichtigsten technischen Angaben schuldig: Zum Frequenzumfang des Mikrofons macht Logitech keine Angaben.
Mikrofon erkennt Position des Sprechers
Eine der wesentlichen Neuerungen des Yeti 2 ist der integrierte intelligente 3D-Näherungssensor, mit dem Logitech die Aufnahme automatisch an die Position des Sprechers anpassen will. Dazu soll das Mikrofon die Position der Stimme im dreidimensionalen Raum erfassen und seine Einstellungen kontinuierlich entsprechend verändern. Bewegt sich der Sprecher während der Aufnahme, sollen Lautstärke und Klangqualität dadurch möglichst konstant bleiben, ohne dass ein manueller Eingriff erforderlich ist. Dafür werden unter anderem die Eingangsverstärkung und die Equalizer-Einstellungen fortlaufend angepasst. Hinzu kommt eine automatische Veränderung der Richtcharakteristik, die Logitech als Pattern Steering bezeichnet und mit der sich die Ausrichtung der Aufnahme an die jeweilige Position der Schallquelle anpassen soll.
Fokus auf leichte Bedienung
Wer die Aufnahmecharakteristik lieber selbst festlegt, kann die automatische Anpassung umgehen und zwischen Stereo, Niere, Superniere beziehungsweise Hyperniere, Kugel und Acht wählen. Damit lässt sich das Yeti 2 sowohl für einzelne Sprecher als auch für Gespräche mit mehreren Teilnehmern oder die Aufnahme unterschiedlicher Klangquellen konfigurieren. Im Auslieferungszustand sind die automatische Verstärkungsregelung und die Positionsverfolgung laut Logitech bereits aktiviert. Das Mikrofon soll somit unmittelbar nach dem Anschließen einsatzbereit sein, ohne dass zuvor umfangreiche Einstellungen erforderlich sind. Damit richtet sich Logitech insbesondere an Anwender, die eine möglichst unkomplizierte Einrichtung bevorzugen oder bislang wenig Erfahrung mit der manuellen Konfiguration professioneller Audiotechnik gesammelt haben.
Auch bei Logitech geht nichts ohne Künstliche Intelligenz
Bei der Unterdrückung unerwünschter Nebengeräusche setzt Logitech auf künstliche Intelligenz. Eine KI-gestützte Rauschunterdrückung soll störende Hintergrundgeräusche wie Mausklicks bereits während der Aufnahme reduzieren und so für eine klarere Sprachübertragung sorgen. Insbesondere bei Streaming- und Gaming-Anwendungen, bei denen neben der Stimme häufig auch Geräusche von Eingabegeräten oder anderen Quellen erfasst werden, soll sich dies positiv auf die Sprachverständlichkeit auswirken.
Für die weitere Klangbearbeitung verfügt das Yeti 2 über eine direkt in die Hardware integrierte VO!CE-Signalverarbeitung. Diese soll eine gezielte Optimierung des Audiosignals ermöglichen, ohne dass dafür zusätzliche Software auf dem angeschlossenen Rechner ausgeführt werden muss. Darüber hinaus steht ein 10-Band-Equalizer zur Verfügung, über den sich einzelne Frequenzbereiche mithilfe von Logitech G Hub gezielt an die jeweilige Stimme oder Aufnahmesituation anpassen lassen. Ein integriertes Profilsystem erlaubt es zudem, bis zu fünf unterschiedliche Konfigurationen direkt auf dem Mikrofon zu speichern und bei Bedarf wieder abzurufen.
Ab sofort erhältlich
Das neue Logitech G Yeti 2 ist ab heute erhältlich, der UVP beträgt 169,99 Euro auf.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Logitech unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.