Londoner Börse reagiert auf den Krypto-Boom
Die London Stock Exchange will Anlegern künftig einen fast durchgehenden Wertpapierhandel ermöglichen. Hintergrund ist auch der Druck durch Kryptowährungen, die rund um die Uhr gehandelt werden können. Die London Stock Exchange will einem Bericht der „Financial Times“ zufolge den Wertpapierhandel deutlich ausbauen. Dafür soll eine eigene Plattform entstehen, über die Anleger fast rund um die Uhr handeln können. Der bestehende Handel an der Hauptbörse soll dabei unverändert weiterlaufen. Demnach reagiert die Londoner Börse auf die steigende Nachfrage, vor allem von Privatanlegern. Dem Zeitungsbericht zufolge soll die neue Plattform ab dem kommenden Jahr zunächst den Handel mit ETFs auf britische und US-Werte ermöglichen. Das Wichtigste in Kürze Start der neuen Plattform ist ab dem kommenden Jahr geplant Zunächst sollen ETFs auf britische und US-Werte handelbar sein Handelszeit soll von 17 Uhr bis 7:50 Uhr britischer Zeit laufen Um 6.30 Uhr ist eine 30-minütige Unterbrechung vorgesehen Der reguläre Börsenhandel bleibt bei 8 bis 16.30 Uhr Londoner Börse folgt internationalem Trend Mit den Plänen folgt die Londoner Börse einem breiteren internationalen Trend. Seit dem Aufstieg von Kryptowährungen wächst der Druck auf klassische Handelsplätze, ihre Öffnungszeiten auszudehnen. In den USA haben Nasdaq, Cboe, CME und die New York Stock Exchange ihre Angebote bereits erweitert oder entsprechende Genehmigungen erhalten. An der Nasdaq soll der werktägliche Handel ab Dezember 23 Stunden möglich sein. Die Cboe bietet einen solchen Handel für ausgewählte Aktien bereits an, während die CME beim Kryptoderivate-Handel auf einen durchgehenden Betrieb setzt.