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Luftangriffe auf Kiew dauern an - Brücken gesperrt

Technologie

Wegen russischer Luftangriffe sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew am Morgen mehrere Brücken gesperrt worden. Auf der Südbrücke sei eine Drohne eingeschlagen, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Zudem wurde eine weitere Brücke demnach komplett und eine andere zum Teil gesperrt. Informationen zu Drohneneinschlägen gab es dort jedoch nicht.

Auf der Südbrücke verlaufen die Gleise der Metro sowie drei Spuren für den Straßenverkehr. Sie verbindet das linke und rechte Ufer des Flusses Dnipro und ist damit eine der wichtigsten Verkehrsachsen der ukrainischen Hauptstadt.

Das russische Verteidigungsministerium machte lediglich Angaben zu Drohnenattacken auf eine für die ukrainische Militärlogistik wichtige Straßen- und Eisenbahnbrücke. Auch ein Umspannwerk westlich von Kiew sei angegriffen worden.

Verkehrschaos in Kiew

Am Morgen kam es in Folge der Angriffe in Kiew zu langen Staus. In Videos in den sozialen Netzwerken war zu sehen, wie Menschen zu Fuß über eine Brücke gingen, die für Autos und Straßenbahnen gesperrt war. Betroffen von den Sperrungen waren die Südbrücke und die Paton-Brücke, zwei Hauptverkehrsadern für die Bewohner im Süden von Kiew. Sie mussten sich Ausweichrouten durch die Stadt suchen.

Gegen Mittag gaben die Behörden den Verkehr auf den Brücken Augenzeugen zufolge wieder frei. Die Sperrungen trafen Hunderttausende Einwohner, vor allem jene auf dem östlichen Dnipro-Ufer.

Ein Toter bei Drohnenangriff

Bereits gestern waren Drohnen auf der Südbrücke eingeschlagen. Nach Angaben von Klitschko wurden dabei ein Brückenpfeiler, eine Leitplanke, die Fahrbahn und die Betonabsperrung der U-Bahn beschädigt. Der Verkehr der U-Bahn und des oberirdischen öffentlichen Nahverkehrs wurde zeitweise eingestellt - so auch an diesem Morgen. Die Sperrungen trafen die Drei-Millionen-Stadt mitten im Berufsverkehr.

Eine weitere russische Drohne schlug Klitschko zufolge in einem Wohnhaus im Kiewer Osten ein. Dabei sei ein Mensch getötet worden.

Mit Informationen von Rebecca Barth, ARD Kiew

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