Luftfahrt: Plötzlich buhlen zwei Investoren um den Billigflieger Easyjet
Easyjet reagierte prompt auf das Angebot von Apollo: Der Verwaltungsrat des Unternehmens sei „nicht mehr geneigt, den Vorschlag von Castlelake zu empfehlen“, heißt es in einer Erklärung. „Das vorgeschlagene Barangebot (von Apollo) bietet den Easyjet-Aktionären ein besseres Ergebnis, da es einen höheren Barwert beinhaltet als der jüngste Vorschlag von Castlelake.“ Der Verwaltungsrat werde deshalb den Aktionären empfehlen, das Angebot von Apollo anzunehmen. Zwischen Apollo und Castlelake geht es im Wettbewerb um Easyjet jedoch nicht nur um den Preis, sondern auch um den strategischen Kurs der 1995 gegründeten Fluggesellschaft. Easyjet hatte im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust von 552 Millionen Pfund vor Steuern erwirtschaftet. Der Billigflieger leidet unter den stark gestiegenen Kerosinpreisen infolge des Irankriegs und einer sinkenden Nachfrage bei den Passagieren.