Luftfahrt: Übernahmeangebot von US-Investor - Easyjet stimmt „im Grundsatz“ zu
London. Der britische Billigflieger Easyjet hat dem hartnäckigen Werben des US-Investors Castlelake doch noch nachgegeben. So stimmte Easyjet dem fünften Übernahmeangebot der Amerikaner „im Grundsatz“ zu, wie die Unternehmen am Sonntag in London mitteilten.
Dabei bietet Castlelake nun 6,90 britische Pfund je Aktie, womit Easyjet mit 5,2 Milliarden Pfund (knapp 6,1 Mrd. Euro) bewertet wird. Die Billigfluglinie hatte die vorigen Offerten alle abgelehnt, Castlelake aber eine Hintertür für eine Nachbesserung offen gelassen. Der EasyJet-Verwaltungsrat erklärte, er sei geneigt, den Aktionären die Annahme zu empfehlen. Castlelake hat nun bis zum 3. August Zeit, ein verbindliches Angebot vorzulegen.
Da Castlelake ein US-Unternehmen ist, kann es keine Mehrheitskontrolle über eine europäische Fluggesellschaft übernehmen und benötigt deshalb Partner. Deswegen wird Castlelake den Angaben zufolge mit den Luftfahrtmanagern Peter Bellew und Mark Breen zusammenarbeiten. Bellew war früher bei Easyjet, bevor er das Unternehmen 2022 abrupt verließ.