Luftfahrt: Umbau der Organisation - Lufthansa sortiert ihre IT neu
Frankfurt. In Lufthansa-Kreisen wird es als eines der herausforderndsten Vorhaben beschrieben: die Konsolidierung der IT-Landschaft von Europas größter Airlinegruppe. Grazia Vittadini, im Konzernvorstand unter anderem für IT zuständig, beschrieb es Ende November bei einer Mitarbeiterversammlung so: „Wir versuchen, einen Teller voller Spaghetti in eine Lasagne zu verwandeln.“ Der Vergleich brachte Konzernchef Carsten Spohr zum Lachen und beschreibt die Ausgangssituation treffend. Bisher waren die IT-Aufgaben weit verteilt, mit teilweise unklaren, teilweise überlappenden Zuständigkeiten. Synergien wurden unzureichend genutzt. Finanzchef Till Streichert wird nicht müde zu betonen: „Wir haben das Ziel einer bereinigten Ergebnis-Marge von acht bis zehn Prozent.“ Ein Teil soll erzielt werden durch Wachstum der Airlines auf der Langstrecke. „Der größte Block ist aber der Hebel One Group“, sagt der Finanzchef. Einer der wichtigsten Teile dieser einheitlichen Lufthansa-Gruppe ist wiederum One IT, eine konsolidierte IT-Landschaft. Nun ist ein erster wichtiger Schritt erfolgt, das Vorhaben umzusetzen. Am 1. Juli startete die sogenannte Lufthansa Group IO (LHG IO). Ein internes Schreiben an die Belegschaft liegt dem Handelsblatt vor und zeigt: Es ist ein ehrgeiziges Projekt mit einigen Risiken.